Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 170 (sequence 205)
- Language
- German
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— 170 — tränken — und auch davon finden sich Spuren in der jüdischen Sage. Der Baum des Lebens, welcher. im Garten Eden stand, sagt des Midrasch' Rabba zum 1., Buche Moses Cap. 15, erstreckte sich über alles Lebende, hatte einen so ungeheuren Umfang, daß fünfhundert Jahre nöthig gewesen wären, um ihn zu umkreisen — das ist nach einer andern Stelle grade so viel wie die Entfernung von der Erde zum Himmel beträgt — und alle Gewässer des Weltalls strömen aus seinen Wurzeln hervor. Auch an die Mythen über die Sonne finden sich, wie bereits Schwarz in seiner Schrift: „Sonne, Mond und Sterne." Ein Beitrag zur Mythologie und Culturgeschichte der Urzeit, Seite 3 hervorhebt, Reminiscenzen in der jüdischen Abrahamssage. Denn der Edelstein, welchen nach dem Talmud (Baba Batra 16 b) Abraham um seinen Hals trug und der jedem Kranken, der ihn sah, Heilung gewährte, nach dem Tode des Patriarchen aber von Gott an den Sonnenball gehängt wurde, erinnert an die von Schwarz nachgewiesenen Mythen über glänzende leuchtende Steine in der Sonne. Die Heldensage von den Söhnen Jakob's (vcrgl. mein Beth-Midrasch III., Seite 1 u. f.), welche Juda in einen Achilles und dessen Brüder in Helden umgestaltet, vor denen die Belagerer von Troja beschämt sich zurückziehen mußten, entspricht so wenig dem ursprünglichen Geiste des jüdischen Volkes, daß sie nur unter dem Einflüße griechischer Heldensagen entstanden sein kann und gewiß von Alexandrien nach Palästina verpflanzt wurde. In der That nennt die Geschichte der Juden in Alexandrien einen jüdischen Dichter