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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1868-01-01 · Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868) · p. Seite 169

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 169 (sequence 204)
Language
German
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169 der Midrasch Rabba zum ersten Buche Moses Cap. 11 Folgendes: „Als Adam zum ersten Male am Ausgange des Schöpfungssabbats die Sonne untergehen sah und in tiefe Dunkelheit eingehüllt wurde, überfiel ihn eine unnennbare Angst vor der Schlange, die ihn verwunden könnte. Da bereitete ihm Gott zwei Steine, Adam schlug sie aneinander, Lichtfunken sprühten hervor, und er pries den Schöpfer, daß er ihm die Mittel gegeben habe, die Nacht durch Licht, von Menschenhand bereitet, aufzuhellen? Natürlich mußte der jüdische Geist den Raub des Feuers vom Himmel und Alles, was an den Polytheismus erinnert, von sich weisen; wer aber wollte läugnen, daß der Midrasch eine Ablagerung jener Sage enthält, welche auf die Hervorbringung des Feuers sich bezieht? Vielleicht haftet an dem Adam in der jüdischen Sage sogar ein Zug des arischen Prometheus; denn vom Elfteren sagt der Talmud (Chagiga 11, 6), daß er von der Erde bis zum Himmel reichte und nach begangener Sünde kleiner wurde. Wohl wird diese Stelle gewöhnlich im ethischen Sinne gedeutet, indem man erklärt, daß der Mensch vor der Sünde dem Himmel am nächsten ist und nach derselben von ihm entfernt wird; allein zugegeben, daß dies die richtige Deutung sei, so wäre doch dieses Bild nimmermehr gebraucht worden, wenn es nicht durch Mythen der Arier sich verbreitet hätte. Im Zusammenhänge mit der Sage von der Hervorbringung des Feuers erscheint auch ein Weltbaum, dessen Zweige durch die Welt über die Erde hinausgehen und bei dessen Wurzeln sich Brunnen finden, welche die Erde

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