Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 51)
- Language
- German
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16 und Achtung der Aeltern verdienen, sind ihre höchste Wonne. So sagt auch der König Salomon: „Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Ruhe verschaffen und Wonne bereiten deiner Seele." (Spr. 29, 17.) Darum sagt die Schrift: Wer seinen Sohn dereinst lieben, achten und schätzen will, der züchtige ihn frühzeitig und weise ihn zurecht. (Midrasch-Tanchuma zu 2. B. M. 1, 1.) II. Die msrslische Ausbildung liegt in des Menschen Hand, der Mensch Kann und muss sich selbst erziehen. 1. Text: „Und Gott sprach: Siehe der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen das Gute und das Böse." (1. B. M. 3, 21.) Wie ist aber dieser Vers zu verstehen? Kennt denn, liebt denn Gott auch das Böse? Allein-Koheleth gibt uns darüber Aufschluß, indem er sagt: „Siehe außer dem habe ich das gefunden, Gott hat die Menschen zur Schlichtheit und Grobheit geschaffen , sie aber suchten viele Berechnungen." (Koheleth 7, 29.) Gott der Gerade und Wahrhaftige, hat nur dazu und darum den Menschen in seinem Ebenbilde geschaffen, daß auch er, der Mensch, grade und wahrhaft werde, aber der Mensch wird böse. Aber wie, ist es denn zu leugnen, daß dem Menschen ein Trieb zum Bösen angeboren sei? Sagt ja doch die Schrift selbst: Der Trieb des menschlichen Herzens ist böse von Jugend an! (1. B. M. 8, 21.) Ist nun