Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - dritter Jahrgang 5628 (1867-1868) (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 44)
- Language
- German
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9 schöpflichen Gedankenformen und Redewendungen behandelt und mit unzähligen Gleichnissen und Beispielen illustrirt. Als wenn sie nicht genug Worte gefunden hätten, diese höchste und heiligste Menschenpflicht eindringlich genug zu lehren und einzuprägen! Zu erwähntem Bibelverse finden sich im Tanchuma gegen 8—10 Vorträge, abgesehen von noch unzähligen vielen andern, zu andern passenden Bibelstellen, die dasselbe Thema zum Inhalte haben, aus denen wir einige Fragmente ausgewählt, um von der Mannigfaltigkeit dieser Art Reden ein Beispiel zu liefern. I. Folgen guter und schlechter Orzrehung. Text: „Dicß sind die Namen der Söhne Israels, die nach Mizrajim kamen, mit Jakob waren sie gekommen, jeglicher mit seinem Hause.« (2. B. M. 1, 1.) Unser Text ist ein Beleg zur Wahrheit eines Spruches eines anderen Bibelspruches, der also lautet: „Wer die Ruthe zürückhält, ist ein Feind seines Sohnes; wer ihn aber liebt, sucht ihn heim mit Züchtigung." (Spr. 13, 24.) Wie haben wir aber diesen Vers zu verstehen? Welcher Vater haßt sein Kind, und noch dazu ein unmündiges, noch unter väterlicher Zucht und Obhut stehendes? Pflegen wir nicht mit Demjenigen in einen Kampf auf Leben und Tod einzugehen, von dem wir hören, daß er unser Kind geschlagen - habe? Allein der König Salomon will uns bedeuten, wer sein Kind nicht gut erziehet und es nöthigenfalls nicht züchtiget, dasselbe später, wenn es in