Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 267)
- Language
- German
- Belongs to
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163 nach. Bescht packte sie beim Schopfe und verlangte Abbitte. DieDämone gehorchten, die Kinder genasen, womit sich aber Bescht nicht zufrieden gab, denn er wollte wissen, wie die Teufel zu dieser Gewalt über jüdische Beter gekommen seien. Dü erzählten ihm die Geister, daß der Bassist, der dm Vorbeter akkompagnirt mit den Weibern coquettirt habe, allerlei sündige Gedanken während der Andacht hegte und solche auch in den Frauen erweckte. Bescht's Allwissenheit verursachte ihm häufige Störungen, da er bald dort Jemanden in Gefahr und da wieder einen eine Thorheit begehen und wieder anderwärts Freudenfeste mit ansah, wie folgende zwei Geschichten beweisen: Einst fuhr Bescht von der Tafel auf, an der er speiste und rief laut: „Ei du Thor, was gebrauchst du. nicht Arme und Beine? So mache es: Kniee anziehen, Beine auseinander, Fersen schließen u. s. w. Gott sei Dank, nun bist du gerettet." Eine Stunde später kam ein Mann, der erzählte, er sei in den Fluß gefallen und wäre bald ertrunken. Da fühlte er mit einem Male , daß er schwimmen könne, er machte Bewegungen mit Armen und Beinen, die er niemals früher versucht. Hatte, und gelangte so an das rettende Ufer. Ein anders Mal fuhr er vom Sabbatmahle inmitten des Psälmensanges empor, und tanzte durch das Zimmer und setzte sich dann ruhig wieder an den Tisch und nahm den Psalm wieder da auf, wo er ihn unterbrochen hatte. Auf Befragen gab er zur Antwort, daß er die Ursache künftige Woche, in dem 30 Meilen entfernten Lublin enthüllen werde. Er reiste bald darauf mit seinem Gefolge dahin und begehrte nach einem armen Buchbinder, der der unbedeutendste Mann in der Gemeinde war. Man wunderte sich nicht wenig, daß der große Bescht denkleinen Eisik zu sprechen begehre, aber das Räthsel war bald gelöset. Eisik war ein 11 *