Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 240)
- Language
- German
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ich die gebotene Händewaschung unterließ und so mit einem Haare nur in Satans Gewalt gekommen, konnte ich seinen Versuchungen nicht mehr widerstehen. Ich sank immer tiefer, und konnte mich nicht mehr erheben, nun ward mir dieser Wassersumpf angewiesen, weil Wasser es war, wogegen ich mich versündiget hatte. Erlösung konnte mir nicht werden, da dieser, unterirdische Gang von Menschen niemals betreten ward und kein Heiliger vorüberkam die Seele zu befreien." Bescht that nun, was seines Amtes war, der Geist flog in das Paradies und ließ den Leichnam des großen Frosches im Sumpfe zurück. Nun suchte Bescht seine Gattin wieder auf,, und fuhr mit ihr zu seinem Schwager nach Brody zurück, der seiner Schwester sich erbarmend ihrem angeblich rohen und unwissenden Gatten ein kleines Landgut kaufte, das er bewirthschaften sollte. Hier verlebte Bescht noch immer einige Jahre in der Verborgenheit, wo er die Geheimschriften des Patriarchen Abrahams studierte, welche Jahrtausende lang in einem Steine eingeschlossen lagen. Bescht sprengte den Stein durch Besprechung, nahm die Schriften heraus, las sie durch, übergab sie dann wieder dem ewigen Steinkerker, der auf eine zweite Beschwörung sich für immer verschloß. Mittlererweile war die Zeit herangerückt, daß Bescht aus seiner Vermummung hervortreten und sich der Welt offenbaren sollte. Die Lehr- und Wanderjahre waren vorüber, der Meister sollte sich und seine Sendung manifestiren. Was die Räuber im Gebirge, der Frosch im unterirdischen Sumpfe, Adamssohn undBescht's Weib schon längst gewußt — das sollte jetzt Gemeingut der Menschheit werden. In Brody war zu jener Zeit ein Weib, das von einem Geiste besessen war. Dieser Dämon hatte die sehr unbequeme Gewohnheit allen Leuten die Wahrheit in's Gesicht zu sagen, ihnen ihre Tugenden wie Fehler rundweg vorzuzählen,, was natürlich den Besuchern nicht immer angenehm war. Rabbiner