Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 127 (sequence 231)
- Language
- German
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— 127 — kremente, die wieder ausgeschieden werden, und welche man Sünden, Schwächen, Jrrthümer, Charakterfehler nennt. Diese Exkremente der Judenseelen waren es, worin der Graf so gerne herumwühlte, sie zur Schmähung der Glaubensgenossen Nabbi Adarn's vor der Welt auslegte, darum konnte auch die körperliche Strafe des Judenfeindes nichts anderes als das entsprechende Symbol seiner geistigen Unthat sein, und aus den Fingern qualmte der Dunst des feindseligen Herzens hervor. Das Gelöbniß der Besserung reinigte das Herz, die Hand fand bald eine dem angezauberten Uebel verwandte Flut, durch welche es weggespühlt ward. Nach diesen theologisch-chemischen und moralischmedizinischen Kunststücken brach der König wieder auf, mit ihm verschwand Pallast und Marstall, die elende verfallene Hütte war zurückgeblieben und Rabbi Adam war wieder so arm wie zuvor. Als nun seine Zeit gekommen war, in den Himmel zu steigen, berief er seinen Sohn, einen erstaunlichen Gelehrten, zu sich, übergab ihm den schriftlichen Nachlaß, worin er die Lösung für alle Räthsel des Daseins niedergelegt hatte und sprach: „Mein Sohn, so gelehrt du auch bist, wirst du doch niemals diese Schriften entziffern können. Diese Geheimrollen sind für einen gewissen Israel, Sohn des Elieser, bestimmt, der da und dort wohnt und der allein den Schlüssel zu diesen Hieroglyphen besitzt. Versuche dein Heil, vielleicht will dieser Israel,dich darin unterrichten, sein ist die Waltung über diese Geheimnisse." Der Alte schloß die Augen, der Sohn aber reiste in die weite Welt hinaus, den Israel, Sohn Elieser's, unfern Bescht, zu suchen. Da kam er dorthin, wo Bescht als Schülgehilfe und Murmelthier lebte, heiratete ein reiches Mädchen und siedelte sich daselbst an. Adam's Sohn merkte bald, daß hinter dem Murmelthier ganz andere Dinge stecken, als sich die Leute