Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 221)
- Language
- German
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117 Herzeleid, daß die Erlösung so lange hinausgeschoben ist. Aber ich ward durch Enthüllungen entschädiget, da man mir drei wunderthätige Zauberwörter mitgab, durch welche ich die Welt dem Heile zuführen kann. Dein gedenkend bat ich um Erlaubniß die Geheimworte weiter mittheilen zu dürfen, aber meine Bitte war vergeblich. Nur das Eine sei Dir gesagt, daß jeder Buchstabe eines richtig gehaltenen Gebetes ganzer Welten trächtig sei, jedes Wort ist eine Kette von Geistern, jeder Satz eine seltsam verschlungene Reihe von Engeln, die von einer überirdischen Wonne erfaßt werden, wenn der Betende sie in Harmonie zu einander bringt. Wie Braut und Bräutigam tanzen die durch den Lautcomplex mit einander verbundenen Geister — das merke Dir, und Gott sei in Deiner Hilfe. — „Dem Weisen einen Wink und er wird weiser- — Bescht." Hoffentlich wird dieses eigenhändige Schreiben Bescht's keinen Zweifel daran aufkommen lassen, daß der selige Herr wirklich im Himmel war; denn auf dem schönen Erdboden da unten kann man beim besten Willen nicht in dieser Weise, zu gleicher Zeit bei und außer sich sein. Allein was hilft's daß der Brief schwarz und weiß vor uns liegt, wenn unter hundert Lesern nicht Zehn ein Wort davon verstehen? Zudem ist eine Himmelfahrt immerhin ein halsbrecherisches Unternehmen, und iver an Schwindel leidet, der gelangt ohnehin kaum zur halben Sonnenhöhe. Wir wollen darum lieber den Leser durch Bescht's Erdenleben führen, wo man ungeachtet der Riesenberge, die es zu besteigen gilt, mindestens noch festen Grund unter den Beinen und einen verläßlichen Führer in dem Buche „Bescht's Apologie" (Kokidvke Lesokt) neben sich hat. Aber auch das ist leichter gesagt als gethan. Wie will man die Lebensgeschichte eines Himmelfahrers schreiben, der