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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1867-01-01 · Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867) · p. Seite 115

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 115 (sequence 219)
Language
German
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IRI
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Richtung dieses seine Wunden ersinnenden Geistes, und nicht auf das was man lügt, sondern wie man lügt kommt es bei allen solchen Schöpfungen an. Gebt einmal z. B. einem steifen Philister die Freiheit, sich eine Himmelfahrt zu erdichten, und sehet, wie hölzern er sich dazu anläßt. Zuerst braucht er Adlerflügel um nur leidlich hoch hinaufzukommen, und ist er glücklich oben angelangt, dann ist auf Erden jede Spur von ihm verloren. - Aber hier in diesem irdischen Jnmmerthale sitzen, Branntwein trinken, Dukaten zählen, den treuen Hirten spielen,, und doch zu gleicher Zeit in den Himmel fahren und die Weltausstellung aller Seelen und Geister ansehen — das kann nur der Bescht, wie er dieß eigenhändig in folgendem merkwürdigen Briefe schildert, den er im Jahre der Welt 5507 das ist vor 120 Jahren nach Palästina sendete, und durch dessen wortgetreue Übersetzung wir dieses Kapitel von seinen Thaten und Leben einleiten wollen. Es lautet: „Am Neujahrsfeste von 5507 habe ich eine Beschwörung Behufs der Seelenauffahrt vorgenommen, was Dir bekannt fein wird. Ich sah da Dinge von wunderbarer Erscheinung, wie ich solche nie gesehen, seit ich zu Verstände gekommen; auch ist's gar nicht möglich dieß zu schildern und zu erzählen und vom Munde zu Munde gehen zu lassen. Doch als ich niederstieg in die Vorhalle zum Paradiese, sah ich die Seelen der lebenden und schon verstorbenen, bekannten und unbekannten Menschen, zahllos und ohne Ende durch einander tummeln, Es war ein Drängen und Stoßen, denn alle wollten hinauf in die Ewigkeit der Ewigkeiten durch jenen Säulengang, der den Eingeweihten bekannt ist, und wofür die Sprache kein Wort, das Ohr keine Hörkraft hat. Auch waren da viele reumüthige Ketzer, denen gerade Sündenablaß zu Theil geworden, da eben eine Gnadestunde war. Sehr verwun-

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