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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1867-01-01 · Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867) · p. Seite 108

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
Date
1867-01-01
Page
Seite 108 (sequence 212)
Language
German
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108 später König Salomon Sammlungen schöner Weiber und Sprichwörter angelegt hatte, bis Harem und Nationalliteratur sich einander nichts mehr zu vergeben hatten, zerriß Achija seinen Prophetenmantel, um die diplomatischen Flickschneider zu beschäftigen, bis Mantel und Reich von assyrischen und babylonischen Ratten aufgefressen waren. Unter König Achab vertrieb sich der Bescht die Zeit mit Privatunterricht, den er dem Propheten Elias zu Gute kommen ließ. Nahm dann andere Namen an, wird später Mundschenk bei König Ahasver, hilft den herodäischen Tempel bauen, speist bei der Kaiserin Zenobia zu Nacht, und stehet des Morgens als Exilfürst wieder auf. In der großen Völkerwanderung etablirt er ein Wechselgeschäft, da er das Kupfer vom eingestürzten Koloß zu Rhodus gekauft hatte, um es in Scheidemünze umprägen zu lassen. Auf Kaiser Karl den Großen hält er große Stücke, und gehet ihm zuliebe unter dem Name Jsaack als Gesandter nach Bagdad zu dem Chalifen Harnu al-Raschid, verläßt aber die diplomatische Laufbahn, da er zur Zeit der Kreuzzüge Glossen zum Talmud schreiben mußte. Am Ende des 15. Jahrhunderts hilft er Amerika entdecken, um Rabinate für einige Vettern zu gründen, die in Europa das Examen aus dem Talmud nicht zu ertragen vermochten. Nachdem er endlich noch den dreißigjährigen Krieg ein Weilchen angesehen und dann den westphälischen Frieden als „erbetener Zeuge" mitgefertigt, gefiel es ihm erst im 18. Jahrhundert noch einmal geboren zu werden, dießmal aber in Tlußti in Pohlen, wo er sich den Namen Israel beilegen ließ mit dem Prädikate „Lau! gellem' tob“ d. h. soviel als „Besitzer" eines „schönen Tugendnamens." Da aber viele Leser auch aus dieser Titulatur nicht klug werden können, wenn wir ihnen nicht zum Verständnisse verhelfen, so wollen wir noch

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