Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge - zweiter Jahrgang 5627 (1866-1867) (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 159)
- Language
- German
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55 Himmels fürsten sei, so daß die Dienstengel diesen als Gott anerkennen wollten Diese Lehren empfingen und behielteni Mose Valmari, ein gewisser Sylveira Mohn Pineiro, der, sowie sein Vater ein Anhänger Sabbatai's später von dem als Commentator der Mischna bekannten IsakGabbai verbannt wurde, nach Livorno flüchtete und durch seine gepriesene Frömmigkeit dem Meister zahlreiche Anhänger gewann; ein gewisser Harari *), der mehr als zehnmal die obenerwähnte Theorie über Gott von Sabbatai vernommen hatte und der Nöthigung, den Turban zu nehmen durch die Flucht entging; Mose Kohen und David Algasi, die von Sabbatai dreimal hörten, daß das Waw des Tetragrammaton, die sechste Potenz, das Wesen Gottes bezeichne, das Alles sei und indem Alles sei. Wenige -von seinen Jüngern gaben in seinem Namen die Lehre aus, daß Gott, die oberste Seele, eine Emanation der ersten Potenz sei und daß es außer dieser nichts über ihm gäbe. Für Sabbatai war in Smyrna mehr kein Bleiben. Geächtet, verbannt, zum Tode verdammt — das Smyrnaer Rabbinat hatte seine Ermordung für ein verdienstliches Werk erklärt; da das Verbrechen nach türkischem Gesetze durch eine Geldbuße gesühnt werden konnte, wendete er sich nach Saloniki, wohin die Kunde von seinen mefsianischen Umtrieben noch nicht gelangt war, wurde in Ehren empfangen und von einer zahlreichen Jüngerschar, die sich schnell um ihn wegen seiner fesselnden Vorträge gesammelt hatte, außerordentlich geliebt. Als er aber auch dort die in Smyrna vom schlechten Erfolge begleiteten Versuche wiederholte, mußte er, des Todes schuldig erklärt, flüchten. *) S. Zunz a. ä. O. S. 469; Sendschreiben in Bet-Ha- Mdr. S. 64; meine Nachträge das. S. 146.