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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1866-01-01 · Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866) · p. Seite 244

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 244 (sequence 314)
Language
German
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IRI
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— 244 — frommer Mann, als daß sich solcher Verdacht begründen ließe." „Und dann habe ich das Bedauern zu berichten, daß die Generalin G. heute Nacht befahl lange zu leben" (gleichbedeutend mit, empfahl ihren Geist). „Gebe ihr Gott das himmlische Reich," sagte der Graf andächtig, „schade wie das so schnell gekommen ist, wir wußten kaum, daß sie krank wäre. Wir hatten eben die Absicht, die Gräfin und ich, ihr eine Kondolenzvisite wegen des Heimganges ihres Mannes zu machen, .— hätten mich die Gäste an der Ausführung nicht gehindert — und schon ist sie selbst dahin." „Aber das Sonderbare an der Sache, was Sie gewiß überraschen dürfte, ist, daß sie Jüdin ist." „Und das erfahren Sie erst jetzt, wie es scheint, die Sache hat ihre vollkommene Nichtigkeit. Der Mann — er kommandirte am Kaukasus eine meiner Brigaden, und der im Vorbeigehen gesagt, ein vortrefflicher Haudegen war, Gott habe ihn selig — verliebte sich in sie nach dem türkischen Feldzuge. Er begab sich mit ihr nach dem Auslande — wo die Mischehen erlaubt sind — und verheiratete sich mit ihr förmlich. Also Sie sehen die Sache ist ganz in der Ordnung und daß sie bis jetzt Jüdin geblieben ist, wundert mich gar nicht, denn er war ein vorurtheilsfreier, höchst gebildeter Mann. Aber was ist aus ihren Töchtern geworden, denn sie hatten deren zwei, so viel ich mich erinnere, er eine von seiner ersten Frau und sie eine, von ihrem ersten Manne. Und für diese letztern da haben sie sogar in meiner Oekonornie-Kasse ein Depot hinterlegt, das sich regelmäßig verzinset und es sich da — indem er in die vom Verwalter übergebenen Rechnungen blätterte — vorfinden muß." „Was die Töchter betrifft, so kann ich Ihren Wunsch

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