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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1866-01-01 · Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866) · p. Seite 167

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 167 (sequence 237)
Language
German
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107 wir sagen, daß in der Bibel, die Ergebnisse der griechischen Dichtung und die der griechischen Spekulation, die Ergebnisse eines unmittelbaren Gottgefühles und die des kalt reflektirenden Denkens vereinigt sind. Die Gottheit war persönlich gedacht in der griechischen Dichtung, aber sie war zugleich endlich, unsittlich, in eine Vielheit von Göttern zerspalten; die Gottheit war als geistig, sittlich, einzig gedacht in der griechischen Philosophie, aber sie war eine tobte Kraft, ohne Thätigkeit ohne Willen, ohire Leben: die Gottheit ist als geistige, sittliche, einzige Person allein in der Bibel gelehrt worden. Während titanenhaft der griechische Geist vergebens gerungen hatte, während bei dem weisesten Volke des Alterthums die Phantasie ihre herrlichsten Reize umsonst entfaltet, eine riesige Denkarbeit Gedankenberge ohne Erfolg gewalzt, fünfhundert Jahre lang umsonst nach dem hohen Preise der Gotteserkenntniß gerungen hatte, während bei den Griechen das Resultat, dieses gewaltigen Ringens hohler Prunk auf der einen, Selbstverzweiflung auf der andern Seite gewesen war, steht bei den Juden auch das göttliche Werk das göttliche Gebilde da, dem Verstände und dem Gemüth Friede gewährend: die Lehre von dem einzigen persönlichen Gotte. Und im Lichte dieser Lehre erkennt die Menschheit, daß sie so lange Zeit umsonst gesucht hat und die Weltgeschichte beginnt einen neuen Kreislauf, dessen Ausgangspunkt ist: „Der jüdische G ottesb e griff." Belege: *) Wood an essay on the original ge,nius of Homer p. 14. 2) 0d. XIV, 444. 3) Od. XX, 75, 76. * *) Od. IV, 236, 237. s) II. I, 528 f. 6) Od. IV, 753.?) II. XVIII, 239 f., Od. XXIII, 243. 8) Belege sind, hierfür nicht nöthig. 9) Werke und

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