Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 207)
- Language
- German
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137 hinauf als Zunz; abgesehen von den unhistorischen und sachwidrigen Beziehungen in Sprache und Schrift; die jüdische Currentschrift soll vom Syrischen abstammen! —er erinnert mich an das Versprechen, welches ich in dem Verzeichniß der jüdisch-deutschen Druckschriften im Leraxeuiu 1848—9 gegeben, auch die Handschriften zusammenzustellen, von welchen er Belege für seine Ansicht erwartet. Ich habe daher in einem ersten Artikel in derselben Zeitschrift (1864) der Aufforderung genügt und zunächst nach den mir, meist aus eigener Anschauung bekannten Manuscripten (circa 60) jenes Verzeichniß fortgesetzt. Es ergibt sich hieraus, daß kaum eine einzige Nummer über das XV. Jahrhundert hinaufreicht, und daß noch im XVI. Jahrhundert das Jüdisch - Deutsche nicht zu dem spätern Jargon herabgesunken war; daß manches deutsche Volksbuch fast unverändert mit hebräischen Lettern abgeschrieben wurde. Eine weitere Behandlung des Gegenstandes folgt später. Indem wir an diese Ausmündung des Hebräischen in's \ Deutsche noch ein Schriftchen von E. Schulze: die biblischen Sprichwörter der deutschen Sprache, und eine Abhandlung des Bischof Mords Worth über Shakespeares Bibelkenntniß knüpfen, dürfen wir wohl am Schluffe unsrer weiten Wanderung die Ueberzeugung aussprechen, daß die Literatur der Juden durch ihren Grenzverkehr, wenn auch einiger Schmuggel mituntergelaufen, eine allgemeine Bedeutung erhält; daß es stets die Aufgabe der Juden sein wird, „zu lernen und zu lehren!" Berlin im Anfang des Jahres 1865. Im vorigen Jahrgang bitte ich folgendes zu berichtigen: S. 86, Z. 15 „durch" lies: um. —'S. 88, Z. 5 v. u. „Schwere" lies: Scheere. — S. 96, Z. 9 lies: pseudon. — S. 106,