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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1866-01-01 · Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866) · p. Seite 120

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 120 (sequence 190)
Language
German
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120 Das geschichtliche Zusammentreffen des jüdischen und orientalischen Geistes überhaupt mit dem griechischen führt uns in die Zeit, in welcher der biblische Kanon der Juden allwälig abgeschlossen worden. Die Stellung der Schriften, welche unter dem Namen Apocryphen in den christlichen Bibe.ln einen Platz zwischen dem s. g. alten und neuen Testament gefunden und der jüdischen Beachtung erst seit kurzer Zeit näher gerückt sind — der polemisirende Karäer Jsak Troki (XVI. Jahrh.) weist sie sammt und sonders einem christlichen Ursprünge zu — namentlich die Abfassung derjenigen, welche mit den damals schwangeren Messiasideen in näherer Verbindung stehen und in der Form von Offenbarungen der Erlösung (Ap o calypsen) auftreten, bildet den Streitpunkt einer lebhaften Controverse, welche man aus den erscheinenden Handbüchern übersehen kann, deren eines von Fritz sch e und G r i mm weiter fortgeschritten, das andere von Volkmar mit den zuletzt bezeichneten Büchern begonnen hat; Volkmars Gegner Hilgenfeld expectorirt sich in dem von ihm herausgegebenen Journal und im Centralblatt. — So werden wir allmählig zu den Forschungen über das Ur ch r i st e n t h u m, seinen Ideen und seinem historischen Ursprünge nach, geführt. Wir würden, aus naheliegenden Gründen, sehr gerne an diesen Grenzen der jüdischen Wissenschaft Halt machen, wenn nicht die Darstellung und Auffassung des Judenthums in den betreffenden Schriften uns zwänge, davon Notiz zu nehmen; wenn nicht gerade dieses der Literaturkreis wäre, in welchem von jeher die Veranlassung ausgegangen, von der jüdischen Wissenschaft Notiz zu nehmen. Wir haben nicht blos das Recht sondern auch die Pflicht, von der Kritik und Geschichte des N. T. hier so weit Bericht zu erstatten, als sie sich auf gewisse Ansichten und Voraussetzungen über das

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