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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1866-01-01 · Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866) · p. Seite 85

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 85 (sequence 155)
Language
German
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85 Berend Gabr. Eskeles, Schwiegersohn Sams. Wertheimbers soll 40.000 fl. geben. E. wollte dies thun unter den Bedingungen wie Wolf Werth eimb er. Jsac Nathan Oppenheimer soll 100.000 fl. geben, womit er einverstanden ist. Marcus und Mayer Hirschel, welche zum Baue der Caroli Boromäikirche und Bibliothek 150.000 fl. gegeben hatten, wollen weitere 100.000 fl. geben, bitten jedoch im Vereine mit den andern Juden „anständig", daß die höchstschädlichen monatlichen Visitationen in Begleitung einer Militärpatrouille, wo ein Mann derselben am Hausthore stehen bleibt, die andern aber in Begleitung der Commission in die Wohnung kommen und alles durchstöbern, so daß die Leute glauben, man habe ein Criminalverbrechen begangen oder werde Schulden halbereingeführt, wodurch der Kredit leidet, aufhören. (Diese Untersuchungen fanden statt, um sich zu überzeugen, ob die kaufmännische Buchführung in Ordnung und das Dienstpersonale genau angegeben sei.) Arnstein bot für sich 60.000 fl. * *) und für Samuel Simon, welchen die Czarin rekommandirte, 20.000 fl. und Abr. Spitz und Sohn boten 10.000 fl. **) an. Es sind die Summen, welche die Juden im Laufe der Jahre vorstreckten, wahrhaft fabelhaft und zwar wurde ein großer Theil derselben ohne Interessen geborgt. — Man erkaufte für dieselben manchmal gewisse Rechte oder bewirkte eine Verminderung des Druckes. wurde der Knabe mit der ältesten Tochter Wolf Wertheimbers „baldigst verlobt." *) Ueber ein Anlehen, das die Wiener Juden 1737 machten, s. unsere „Judentaufen" S. 32. **) Arnstein waren zur Hausbedienung 44 Personen gestattet.

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