Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 137)
- Language
- German
- Belongs to
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67 Sie und die Ihrer Freunde sein, welche wünschen, daß der Mensch arbeite und vollende. Ich reise in nächster Woche nach Rom ab. Ich bin jetzt, da ich die Herausgabe der -meisten Schriften selbst anfange und die Kupfer erst dann dem Buchhändler verkaufe, wenn das vollendet ist, oft geldbedürftig. Ich glaube, daß ich H. Fould, dessen Güte ich nicht genug Preisen kann, bei meiner Abreise wohl an MOO Ttsir. schuldig bleibe. Ich habe unfern gütigen Freund H. Kunth, gebeten, meinen Credit bis zu meiner Ankunft recht sorgfältig zu unterstützen. Ich wage es, Sie ebenfalls darum gehorfamst Zu ersuchen. Ich schmeichle mir, daß vom nächsten Sommer an, Sie seltener mit meinen Bitten belästigt sein sollen, als bisher. Ich weiß nicht, ob ich Zeit habe, heute an unfern alten Freund H. Mendelssohn zu schreiben. Grüßen Sie ihn herzlich von mir, so wie Madame Herz und alle unsere Freunde. Ihr A l ex. H u m b o l d t. Sein Sie so gütig in meinem Namen alle Personen um Nachsicht zu bitten, welche mich mit ihren Briefen beehrt haben. Seit meiner Ankunft in Europa habe ich fast jede Woche 45—48 Briefe erhalten. Da ich nun gerade jetzt am eifrigsten stüdiren soll und für mich wichtige neue chemische Arbeiten angefangen habe, so ist es mir unmöglich gewesen, ohne meine Gesundheit ganz zu zerstören, mich durchzuarbeiten. 9. Frankfurt, den 17. August 1816. Ich schicke diesen Brief Ihrem Sohne, liebster Freund, damit Sie ihn bei Ihrer Rückkehr von Carlsbad finden mögen. Ich übergebe Ihnen damit den Agamemnon, 5*