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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1866-01-01 · Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866) · p. Seite 46

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
Date
1866-01-01
Page
Seite 46 (sequence 116)
Language
German
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IRI
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N. S. Die lyrische Unordnung, welche in diesem Briefe herrscht, schreiben Sie diesesmal nicht mir, sondern Herrn Kunth zu, der hinter mir steht und mich zum schnellern Schreiben ermahnt, ich möchte lieber ein Dummkopf als unordentliches Genie heißen. Leben Sie noch einmal wohl und schliessen Sie mich in das Gebet Rabbi Ililiels ein. Die letzten Zeilen sind mit jüdischer Kurrentschrift geschrieben, in welcher Henriette Herz beide Brüder unterrichtet hatte, sie schrieben sie vortrefflich und von Beiden sind noch längere Briese erhalten. Obige Zeilen beziehen sich darauf, daß Hillel — in schöner Humanität auch für Heiden und Ungläubige ein gutes Wort hatte. Kunth's Nachschrift ist ein integrirender Theil dieser Correspondenz und dürfte nicht ausgelassen werden. 3. Mit aller Bescheidenheit, womit sich meine Herren Vorgänger, jeder in seiner Art, so viel wissen, haben sie mir doch einen so kleinen Raum auf diesem Blatt gelassen, daß es mit meiner Zeit und mit der Lust, die ich habe, Ihnen zu schreiben in einem sehr unrichtigen Verhältniß steht. Daß Sie dabei vielleicht gewonnen, geht mich nichts an. Jndeß muß ich mich doch schon nach der Decke strecken, und ich bin zufrieden, wenn Sie nicht ganz verkennen, daß dieses Strecken nicht unverdienstlich ist, da man doch die Freiheit hat, ein zweites Blatt zu nehmen. — Hier haben Sie eine Quittung in forma probatissima für unfern Engel. Hat er auch jetzt noch Zweifel, nun so zahle ich künftige Messe das Kapital zurück. Für die Zinsen aber müssen Sie sich schon das Vergnügen anrechnen lassen, was Ihnen der lustige Streit gemacht hat. Ich denke auf die Art sollen Sie nicht verlie-

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