Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite XXVIII (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
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XXVIII ritcit für einander. Ihre gesetzliche Rechtsstellnng siehet einem Ausbau noch entgegen und ist in vielfacher Beziehung lückenhaft. Darum tritt uns die österreichische Judenheit immer in den Vordergrund, so oft wir uns versucht fühlen, eine Rundschau über die Gegenwart zu halten. Aber damit wollen wir das Jahrbuch zu keinem exklusiv österreichischen gemacht haben und am allerwenigsten soll die andere Mission, die es als Familienbuch hat, sich engherzig geografische Grenzen setzen. Die Veränderungen aber, die wir dem Buche widerfahren lassen wollen, können und dürfen nichtOschon Heuer eintreten. Es war uns viel mehr gewissenhafte Pflicht dem Vorgefundenen Materiale eine Ordnung und Stellung zu geben, welche eine Einheit in die bunten Stoffe bringt. Wir beginnen mit den biografischen Skizzen, als den Anfängen einer geschichtlichen Darstellung, und indem wir die Lebensgeschichte eines Saadias aus der Vorzeit voranstellen, lassen wir daö Lebensbild eines Vorkämpfers aus der Mendelssohn'schen Schule folgen, dem sich naturgemäß, sowohl als Uebergaug zu den eigentlichen historischen Monografien, als durch ihre Beziehungen auf die Mendelssohn'sche Zeit die Korrespondenzen der Brüder Humboldt an jüdische Freunde anschließen. Ein Geschichtsbild aus dem Leben der Juden unter Maria Theresia und aus der Literaturgeschichte der Gegenwart bilden das historische Materiale im engern Sinne. Zu den innern Fragen einer nächsten Zukunft übergehend, wird das Verhültniß des arischen zum semitischen Stamme durch einen Aufsatz beleuchtet, dem sich ein zweiter „über den Gottesbegriff im Judeuthume und bei