Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Zweite Folge, erster Jahrgang 5626 (1865-1866) (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite XIII (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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XIII die alte Schmid'sche Buchhandlung, in den Händen der Erben und Nachfolger leistete wieder ihren Beistand, der nominelle Vater war Isidor Busch, ein Mensch von sehr rühriger Beweglichkeit, wenigem jüdischen Wissen und vielem Talente zu Unternehmungen, die im buchhündlerischen Sinne unglücklich genannt werden müssen. Das Jahrbuch hatte unter diesem Regime zwei wesentlich verschiedene Missionen : Es war einerseits das Kompendium eines Journals, anderseits eine Festgabe für den Familienkreis. In der ersten Eigenschaft zeichnete es sich durch seine „Rückblicke" aus, die, wie der Lauf einer Kartütschenbüchse, alle Kugeln der Kleingewehre und Flinten der Wochen- und Tagesschriften aus Einem Schlunde und . mit einem einzigen Schüsse von sich gaben. — Diese Rückblicke waren die Reichs-, Landes¬ und Weltenchronik der ganzen Judenheit, die Quintessenz aller Zeitungsnachrichten, - das Repertorium aller laufenden Geschichte, das Register der frommen Wünsche, der Leichenredner großer Todten, das Memoriale aller Judengesetze — kurz und gut die große Tausendgutdennote, in die man sich die einmalhunderttausend einzelne Kreuzer der Journalnotizen umgewechselt hatte, um sie transportable zu machen. Der andere Theil des Busch'schen Jahrbuches sang und lehrte, scherzte und warnte, warf mit Blumen und Belehrungen bunt durch einander, war ein anmuthig Gürtlein, in dem man sehr gerne lustwandelte, zumal, als man immer gute Gesellschaft und geistreiche Herren hier fand. Das ging so sieben Jahre (1841 — 1848) unter der wohlwollendsten Theilnahme des Publikums und dem ermunternden Beifaüe der Kritik fort — aber die Rachel, nach der sich das Haus