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Blau-Weiss-Blätter · 1919-06-01 · 6 (6.1919) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
6 (1918-1919)
Issue
6 (6.1919)
Date
1919-06-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Die Analyse eines kalkigen Lehms von der jüdischen Farm Benfchemen in der Ebene Saron bei Lydd ergab nach Ruppins Angaben 48,10 % feinen und groben Sand, 33,10 % Ton, 9°/* Kalk, 6,24 °/0 Eisenoxyd, 0,56% Phosphorsaure. 0,22 % Kali, 0,20 o/o Humus und 0,040/0 Stickstoff. Ern ähnlicher tonreicherer Lehmboden von der Farm Merchawja in der JeSreel-Ebene bei Afule hatte 41,76 % Ton, 30,19 % Quarzsand, 13,26 % Kalksand, 6,36% Eisenoxyd, 2,86% Magnesia. 0,43 % Kali, 0,07 0/0 Phosphorsäure und 0,05 % Stickstoff. In der Nähe der Küste finden sich ausgedehnte Dünen ans Flugsand, die landeinwärts Vordringen, bei Asdod z. B. bis an die Gärten in 7 km Entfernung von der Küste. Die heute von den Dünen bedeckten Plätze waren früher zum Teil bebaut, und beim Aufgrabeu stößt man oft auf Ruinen, verschüttete Brunnen und furchtbaren Lehmboden. „Sind diese Ueberwehungen des Ackerbodens nicht über V, m stark, so ist dieser scheinbar reine Sandboden für die Anlage von Orangenkulturen ganz besonders günstig, da die magere sandige Qbererde" das Aufkommen von Unkräutern verhindert, der Regen leichter in den Boden eindringt und sich darin hält, endlich die tiefen Wurzeln besseren Boden vorfinden. Die unfruchtbarsten Stellen find die Hügelzüge ans dem vom Diluvialmeere abgelagerten Muschelsandstein. Aber fie lasten sich immer noch mit Zypressen bepflanzen, die mit dem magersten Boden vorlieb nehmen. An den allzu feuchten und deshalb sonst unbrauchbaren und ungesunden Sumpfgebieten bei den jüdischen Kolonien hat man andererseits mit Erfolg ausgedehnte Wälder von tiefwurzligen EucalyptuSbäumen angelegt, die allmählich die Sümpfe trocken legen sollen und zur Gesundung der Niederung vertragen. Näher am Gebirge wird der Boden natürlich steiniger und kalkhaltiger, bis er in Geröllfelder übergeht. b) Das palästinensische Gevirgsland. Die Bodenbeschaffenheit des westjordanischen Gebirges ist ziemlich dieselbe wie'auf der ostjordanischen Tafel. Abweichend von der Küstenebene find vor allem die Wafferverhältniffe. In dem vorherrschenden klüftigen Kalkboden verfinkt das Oberffächenwasser schnell, der vulkanische ist schon werriger durchlässig. Der Qnellenreichtum nimmt in der Richtung von N nach S ab. DaS Grundwaster steht in der Hochebene gewöhnlich sehr tief. Die Brunnen haben 30—100 m Tiefe. Zum Ansammeln der Winterregenwaster zum Gebrauch von Mensch und Vieh (aber nicht oder nur ausnahmsweise für BewäfferungSzwecke) dienen Eisternen, große viereckige ummauerte Bassins und kleine künstliche Teiche mit halbkreisförmigem Stauwall auf der unteren Seite. Die an vielen Stellen in alter jüdischer, und römisch-byzantinischer Zeit'angelegten Wasserleitungen, die das Trinkwasser ans ständigen Quellen weithin herbeiführten, find durchweg verfallen. An allen bebauten Abhängen findet man künstliche Terrastenanlagen zum Festhalten der Erde. Bon Bodenarten finden wir rote, schwarze und weiße Erde und die Nari-Kalkkruste. Humose Schwarzerde traf ich auf der Hochebene des südlichen Karmelgebirges im Flußgebiet des Nähr ez-Zerka zwischen el-Ledschun und Ummet-Tut, und zwar merkwürdigerweise nur über senoner Lkreide, während die Gesteine der Turonetage im Karmel stets zu echter Roterde verwitterten. Wie das zusammenhängt, blieb vorerst ein Rätsel und bedarf noch der Aufklärung. ' 446

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