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Blau-Weiss-Blätter · 1918-02-01 · 5 (2.1918) · page 36

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
5 (2.1918)
Date
1918-02-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
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Mädels waren morgens alle im Mfertäler Wald zusammen zum Spielen; itnfc mittags hatten wir dann noch im Stadlheim eine kleine Feier, zu der auch die Wormser kamen, vom „Trenderle" konnten sich die Kleinen kaum mehr trennen. ist unser letzter Führer Martin Wohlgemuth auch eingezogen worden, wir wünschen ihm alles Gute. Paul Rothschild wurde zum Hilfssührer ernannt Paula Eise mann Alähriseh-Ostran. Die Weihnachtsferien wurden wieder tüchtig zum wandern ausgetiutzt. Line viertägige, eine zweitägige und zwei eintägige Fahrten fanden in die Beskiden statt. Prachtvoll war es draußen — wenn man auch in der Frühe halb erfroren war. Aber auch den ganzen Dezember hindurch war das weiter zum wandern sehr günstig. Am 9. Dezember hatten wir unsere Lhanukkah» Wanderung, bei der wir einen gewaltigen Holzstoß als Lhanukkahlicht anzündeten. Nach einer kurzen Ansprache wurden einige Wanderer ernannt und Blau-Weiß- Nadeln verteilt. Im Dunkeln standen wir noch lange beim Feuer singend, dis es erlosch. Sicherlich eine unserer schönsten Wanderungen. In den Geschichtsarbeitsgruppen und hebräischkursen wurde weitergearbeitet, im 2. Führerkurs hauptsächlich technische Sachen durchgenommen, im Kutcs zahlreiche Artikel der Führerzeitung besprochen. In den Zngsabenden der älteren Züge wurde die Oktober * Nummer btt Blau'weißblätter recht eifrig besprochen. In den Ferien sind wir häufig im Heim zusammen. Besonders die Kleinen find fast jeden Tag dort. Gerhard Fuchs München. Bei uns ist nichts merkliches vorgefallen; viel Schnee hat uns der Winter gebracht, dafür aber auch mal das verbot, Rodel und Ski auf der Bahn zu befördern. Darum steht jetzt immer im Fahrtenzettel Isartal, der einzige Ort, den man von München zu Fuß leicht erreichen kann, wir denken oft sehr traurig an vergangene Jahre, wo wir große Rodelfahrten von 1700 Mir. Höhe gemacht haben und dann im schnellem Saus den langen weg ins Cal gefahren find. Aber trotzdem waren wir jetzt eine Woche in Oberammergau beim Ski» laufen, weil die Post die Beförderung angenommen hat, und haben bei dem klarsten blauen Himmel und lachendem Sonnenschein schöne Fahrten gemacht. Ihr anderen hättet ja dabei sein sollen, ich glaub', ihr wäret nimmer fortzubringen gewesen. Unsere Lhanukkahfeier war sehr schön, wir veranstalteten fie bei unserem Landheim und zwar als Treffahrt. Beim Feuer wurden Lieder gesungen und Nadeln verliehen. Die eifrigsten Wanderer eines jeden Zuges wurden mit einem filbernen Magen David ausgezeichnet, und fie durften berechtigten Stotz fühlen, als ihnen ein hunderlstimmiges Hedad entgegenklang. Ls sind dies vom l. Zug: Iacky Rosner, 2. Fug: Lrwin Goldfard, Le» Schindel, Bruno Hirschberger, L. Zug M. Urwand; u Gruppe: Hett? Levinger, 2. Gruppe: Dora Frankel, S. Gruppe: Hetts Zuckerberg. Unsere Feier war einfach, aber ich glaube, daß die meisten sich wohler gefühlt haben, als an den früheren Feiern, warum? weil fie freier war und uns mehr die große Gemeinfchast die uns verbindet, fühlen ließ. persönliches: Die Wanderer Qotn, Rohn, Minikes find zeitweise mit der Führung eines Zuges beauftragt worden. 204

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