Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 5 (2.1918)
- Date
- 1918-02-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Zeug zu Tage komme«. — Mir sagte einmal ei« Gefährte: „Wozu schreibst Du gleich? Laß das doch denen, die sich einen fcftcu Standpunkt, eine gewisse Eigenart erkämpft haben. Bis dahin hast Du doch noch Zeit!" Das gab mir zu denken. Und dann: für wen fiub die Blau-Weiß-Blätter da? Für alle! Dann also auch für die Kleinen, die Vieles nicht verstehen werden, was darin steht? Vielleicht schadet es nichts. Aber ich glaube doch, so mancher plagt sich ehrlich mit den schweren Aufsätzen herum. Dennoch dürfen sie nicht fehlen, soll des Geistes unserer Bewegung ein Hauch zu spüren sein. Wäre es nicht doch besser, wenn den Aeltcren die Führerzeitnng zugänglich gemacht werden würde? Ich finde es falsch, daß die meisten nichts von den brennendsten Fragen wissen. UebrigcnS meine ich. daß alle Gefährten an bcu Blan-Weiß-Blättern Mitarbeiten sollen, damit die Zeitung jedem etwas bringe,: kann . . . Auf den Inhalt dieses Briefes näher einzngchen, wie er cs verdient, behalte ich mir vor. ES läßt sich allerlei dazu bemerken. Zunächst erwarte ich eure Meinungsäußerungen. UebrigenS bitte ich euch mit eurer Kritik des vorliegenden Heftes nicht hinter dem Berge zu halten Ihr dürft es beurteilen; denn von euch Wanderern vornehmlich ist cs geschrieben. Ich habe es zum größten Teil aus den Beiträgen zusammengcstellt, die mir zugingen. Das war ein Experiment;. ich mußte die Einheitlichkeit, die sonst jeder Nummer unserer Zeitschrift eignet, zu Gunsten größerer Farbigkeit, lebendigerer Anteilnahme der Blau-Weißen an ihrem Blatte aufgebcn. Ob der Versuch eures Erachtens gelungen ist oder nicht, sollt ihr mir sagen. Für die nächste Nummer, die zu Frühlingsanfang erscheinen soll, erbitte ich recht viele Fahrtenberichte und Aufsätze, die auf die Wanderung Bezug haben. Daneben habe ich immer wieder Verwendung für Märchen und hübsche Geschichten Wer schreibt mir übrigens mal was über Architektur und Dorfanlagen? Wer erzählt von der Feldbestellung im Frühjahr? Es wäre schade, wem: derartige Aufsätze wiederum fehlen müßten. Daß ihr euch zu den Fragen, die zur Besprechung" stehen, äußern sollt, daß ihr zur Diskussion stelle,: dürft, was euch angeht, ist eine Selbstverständlichkeit. Ebenso selbstverständlich ist freilich das Recht der Schriftleitung unter derartigen Beiträgen nach bestem Gewissen zu sichten und zuriickzuweisen, was dem Niveau der Zeitschrift nicht entspricht oder den Interessen des Blau-Weiß zuwider läuft. Eine derartige Ablehnung wird stets begriindet werden. Schließlich möchte ich euch Litten, den Redaktionsschluß möglichst zu beachten. Wenn eure Aufsätze nicht pünktlich einlaufen, zwingt mich der Mangel an Beiträgen, die Drucklegung hinauSzuschixben. Dadurch verzögert sich das Erscheinen der Zeitung nicht unerheblich. Ihr tut euch und mir eineu Gefallen, wenn ihr recht pünktlich seid. Schalom! Karl Glaser ,5*