Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 4 (12.1917)
- Date
- 1917-12-01
- Page
- – (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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Ftitz Levy ist vom Militär entlasten und ist wieder in €Miu Der Berliner Wanderer Ronschewsky hält fich seit längerer Zeit in einem Hiesigen Lazarett auf. Erna Meyer Fvnntfnpt a* 7XL Wir hatten im September 9 Fahrten,? Heimabende^ r Führersitzungen. Im Oktober 7 Fahrten, 7 Heimabende, 2 Führerfitzungem Unsere Mädchengrupxe, die ja unter keinem solchen Führermangel wie die Jungen« gruppe zu leiden hat, dehnt sich seit den letzten Monaten wenn auch langsam fo> doch stetig aus. Alice Perser leitet einen hebräischen Rurs für die älteren Mädchen. Für unsere in diesem Jahre vierwöchentlichen Weihnachtsferien find verschiedene Treffahrten mit den Nachbarbünden in Aussicht genommen. Hans Schuster (Führer) ist ins Feld gekommen. Fanny Deutsch Hurnbrrrg. wieder stehen wir unmittelbar vor einer Lhanukah-Feier undwieder werden wir da, zum vierten Male, die Hoffnung aussprechen müssen, daA endlich das kommende Ehanukah uns froher, und alle miteinander vereinigen möge. — Diesmal wollen wir das Fest Jungens und Mädels zusammen begehen. Dom Fahrtenbetrieb ist nichts neues zu berichten; die Fahrten finden in gewohnter weise statt, allerdings macht sich bei manchen schon „Uebergangsstimmung* bemerkbar. Erst wenn es richtig winterlich ist, werden sie wieder mit hinauskommen.— Heute nimmt man einstweilen all' die großen und kleinen Aergerlichkeilen des Wanderdaseins in Rauf, in der Erwartung, daß es auch mal wieder bester werden wird. An der Sammlung für das Palästina-Hilfswerk beteiligten fich unsere Jungens und Mädels mit gutem Erfolg. Arthur Joel, Traubermann, Goldschmidt, Necheles besuchten uns auf Urlaub;. Rosenow wurde nach Rostock versetzt, Hans Hirschfeldt ist Rrastfahrer in Mazedonien. Schwabacher RnvlLvtthe l. B. Wir hatten eine eigne Sukkoh. Die Vorarbeiten feaffir und das Ausschmücken machte uns große Freude. Als sie dann wirklich und wahrhaftig stand, und der strahlende blaue Herbsthimmel durch das Laubdach hereinsah, waren wir doch ganz stolz auf „unsre Sukkoh." Und nun das Schönste: wir haben ein Stadtheim. Zwei feine Zimmer, wie für uns geschaffen, vor dem einen Fenster stehen alte Rastanien; da freu' ich mich schon bis sie blühen. Im Heim ist jeder Zug wöchentlich mindestens einmal, meist zweimal. Für die Mädels hat das Turnen endlich angefangen. Die Jungens machen's hoffentlich bald nach — wenn sie genug Geld haben. Im November war die erste Nadelverleihung, droben Ln den Bergen am Feuer. So mancher, glaub ich, hat da — in der Natur außen — den Blau-Weiß^ zum ersten Mal wirklich richtig empfunden. Persönliches : Unser lieber Führer Albert Rrämer hat seine schwere Ruhrkrankheit so gut überstanden, daß alle Leute ihn schon wieder mit seinem runden Gesicht necken, wir wünschen ihm weiter viel Glück, auch beim Militär, l G retel G oldberg