Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 4 (12.1917)
- Date
- 1917-12-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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„Dev Lfadfindev", JugendzeiLschvift des Deutschen ^fervfinderbundes vom Juli 1917, bringt einen Aufsatz von U. Scholz über „Wie soll ein Pfädfinderkorps die Himmelskünde treiben", dem wir die folgenden Ausfiihrungen entnehmem ^Gewiß wird jedes Pfadfinderkorps sein möglichstes tun, der Jugend dieser Willen (gemeint ist in der Himmelskunde) zu verschaffen; ich glaube aber nicht mit Unrecht behaupten zu dürfen, daß diese Bemühungen meist fruchtlos find. Das rührt daher, daß als Grundlage immer gewisse Kenntnisse vorausgesetzt werden . . .es wird vorausgesetzt, daß jeder von Haus aus das Sternbild des großen Bären kennt. Lies ist aber . . . . durchaus nicht der Fall .... Ein weiterer Fehler ist, daß die Pfadfinder, denen die Sternbilder wirklich einmal gezeigt werden, nicht auch gleichzeitig auf die tägliche und jährliche Drehung des Himmelsgewölbes, die von der der Sonne abweicht, hingewiesen werden. Hatz. B. ein Pfadfinder den große« Bären an einem Frühlingsabend im Zenit gesehen, so sucht er ihn gewiß, wie ich oft sah, an einem Herbstabend wieder dort, findet aber statt dessen dort die Kasfiopeja, die unglücklicherweise mit einiger Phantaste dem Bären ähnelt. Ebenso stellen fich noch allerhand andere Uebelstände ein, die ich nicht alle anfiihren mochte. Bei der Beobachtung im Sommer ist sowohl bei Tage als auch bei Nacht de Sommerzeit Rechnung zu tragen. Es stagt sich nun, wie am besten abzuhelfen ist. Die Grundbedingung ist natürliche daß die Jugend eingehend praktisch unterwiesen wird, und nicht nur, wie es vielfach der Fall ist, theoretisch mit Hilfe von Zeichnungen, denn ein klares Bild kann nur die Natur selbst geben .... Was Literatur anbetrifft, so ist mir, obgleich ich mich eingehend danach umgesehen habe, nichts bekannt, was geeignet wäre, den völligen Laien, denn mit diesem hat man es in der Regel zu tun, in die Eigenarten des Firmamentes einzuführen. Die Schriften sind alle nicht frei von der Voraussetzung auf Vorkenntuiffe. Die verstellbaren Sternkarten find zwar sehr praktisch, lassen aber meistens den Laien auch nicht frei von Zweifel über ihr Verhältnis zur wirklichen Lage des Himmels. Ich denke aber, es wird sich immer jemand finden, der die erste notdürftige Anleitung geben kann, so daß die Vorbildung an Hand irgendeiner volkstümlichen Druckschrift, oder einfach nach der Sternkarte, selbständig vor sich gehen kann. Jeder Pfadfinder sollte in der Lage sein, auch bei teilweise bedecktem Himmel irgendwo austauchende helle Sterne sofort zu erkennen und mit Hilfe von Richtung, Tageszeit und Jahreszeit sofort die Himmelsrichtungen angeben zu können. Es ist garuicht so schwer, diese Fähigkeit zu erwerben; man muß nur keine Gelegenheit vorübergehen lassen, das Bild des gestirnten Himmels in sich aufzunehmen. Man ist sehr bald damit vertraut und hat viel Freude daran, wenn man abends am West- Himmel verschwindende Sterne nach einem halben Jahre am Osthimmel als alte Bekannte wieder austauchen steht. Auch ist es bei einigem Anschauungsvermögen nicht schwer, sich über Mond- und Planetenlauf ein klares Bild zu verschaffen, worüber man sich ja auch in jedem Kalender unterrichten kann, so daß Sterne die in die festen Sternbilder nicht gehören, keinen Zweifel Hervorrufen können." 7, IL Jahrgang , Der Ja-«" Oktohcr IM Unter der Rubrik „Daten und Materialien" erscheint ein Artikel von Zosef Xenenbaum über „Die Inden in der galizischen Landwirtschaft." Da das Interesse