Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 3 (10.1917)
- Date
- 1917-10-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2425321-3181713-3181716--0867-3182660- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
langen vermittelt, Märchen erzählt und mit ihnen Handfertigungskurse abgehalten. Unser hebräischlehrer ist aus Bielitz fort und die Kurse werden jetzt von Wanderern, die vollkommen hebräisch sprechen können, geleitet, bis wir einen neuen Lehrer, mit dem wir bereits in Unterhandlung stehen, herbekommen. Der Eifer bei der Gartenarbeit hat mit der Feit etwas nachgelassen, es gibt jetzt aber auch nicht mehr viel zu tun. Es wird nur begossen und geerntet. Landheim haben wir in diesem Jahre keinesmehr bekommen können, es haben sich uns zuviel Schwierigkeiten Ln den weg gestellt, dafür sammeln wir aber fleißig Geld, unser Landheimfonds ist schon ziemlich groß, und hoffen, im nächsten Jahre schon so weit zu sein. Zwei unserer Hilfsführer wurden zu Führern ernannt, die Jungführer zu Hilfsführern. In den Arbeitsausschuß, der während der Ferien aus Herbert Vetter, Dora Bleicher, Hilde Langer, Karl Silberstein und Steffi Sternberg bestand, wurde neu an Stelle Steffi Sternderg, Otto Sternberg gewählt. Unser Führer Paul Lorija ist an Venenentzündung erkrankt undliegt im Bielitzrr Spital. Er ist mit der großen Silbernen ausgezeichnet und außertourlich zum Fähnrich ernannt worden. wdbd. Fritz Lerner ist verwundet und wurde zum Fähnrich befördert. wdbd. Fritz weiß und Moritz Lilberstein gehen in den nächsten Tagen ins Feld ab. Schaloml Hilde Langer Bre»l«m» Der Ferienmonat brachte uns schöne Fahrten. Franz Meyer wunderte mit * Leuten nach Süddeutschland, Martin Kirschstein war mit S Jungen für jo Tage im Glatzer Gebirge, auch die sind sehr befriedigt. Line größere Zahl Mädels war unter Malli Dawidows erster selbständiger Führung L Tage in Vaupe, und ihnen ist unser Landheim so recht lieb geworden. Die Tagesfahrten machten alle Mädelzüge gemeinsam — da ja viele verreist waren. ~ Heimabende leitete £ucie Kober für alle Nichtverreisten, indes wera London jetzt die des ersten Zuges «acht. Am 2g. Juli war unser allgemeiner Tischoh beaw hermnachmittag. Das Turnen befriedigt alle die eifrig dabei sind, sehr. Nothmann ist jetzt Unterarzt in Ohlau, Mand», Doktor hirschberg waren auf Urlaub. Ida Finkelstein ging zum September nach Berlin. Lucie Kober * * » Lin Bericht, wie er noch nie in den Blau»Weiß-Blättern gestanden hat. Ein Bericht von einer Allgemeinen,Rast. Sie war nämlich so herrlich, daß Ihr davon mitgenießen sollt Bis jetzt war die Allgemeine Rast dazu da, zu verpflichten, Nadeln zu verleihen, Statistiken vorzulesen und Klagen der Führerschaft über Bummelei anzuhoren, alles geschäftsmäßig und langweilig. Als Schluß unweigerlich ein jüdisches Lied, ob es paßte oder nicht. Was die heutige Rast vor allen anderen Rapen auszeichnete, war, daß sie in allen ihren Teilen ursprünglich aus dem Geiste des Blau-Weiß geboren war und dementsprechend entwickelte sie sich auch. Nicht ein einziges Mal brauchte um Ruhr gebeten zu werden. So waren wir alle in ihrem Bann. Atemlos folgten wir der Erzählung unseres Führers Franz Meyer von der Fahrt nach Thüringen und Bayern, vom Saale- und Taubertal, von Nürnberg, U»