Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 1 (5.1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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„Immer, wenn ich von den Rechabitern spreche, spottet man meiner und sucht mir nachzuweisen, daß die Rechabiier nicht mehr existieren. Schön, angenommen, sie hätten Recht. Aber die fyiupi* sache find ja nicht die Rechabiter, sondern wir, wir selbst, wir Lebenden, die wir ihrem Wege folgen müssen ... Das Wesentliche für uns find nicht dis Rechabiter selbst, sondern ihre Lebensweise. Wir können ja neue Rechabiter schaffen, wir, die jungen Juden, in deren Innern noch ein uralter Funke von der Seele jener Geschlechter glüht, jener Löwen der Wüste ... ." Gin Abendlüftchen weht. Ohne ein Wort zu sprechen stehen wir auf, strecken uns und nehnien unsere Stöcke zur Hand. Im Vorbeigehen schlage ich mit meinem Stock auf die Felswand. Mosche Iosfi lacht: Aus diesem Felsen wirst du uns Wasser schlagen? . . . Der Westen erlischt. In der Ferne ballen sich mattweiße Rauchwolken in der blauen Lust." Gin Zeichen, daß hier Wanderer ihre Nachtruhe halten, und wir lenken unsere Schritte dorthin. (Aus dem hebräischen übersetzt von A. horodisch). Aus unserm Fahrtenbuch Was ich mir schon so lange gewünscht hatte, sollte sich jetzt erfüllen. Nämlich wir bekamen' in; Groß-Blumberga. d./V. einen Schleppdampfer, der uns mitnahm. — Also stellt euch einen ziemlich großen Dampfer vor mit zwei dicken Schornsteinen, Steuerbrücke, vielen Luken und einem großen Sonnendeck. Ihr werdet ihn ja aus den Bildern etwas kennen lernen. Zuerst wurden wir alle in einer kleinen Aabine im Steuerturm untergebracht. Diese wurde unser Speise- und Schreibzimmer, meine Wohnung und Schlasraum. Die andern Jungs kamen bei den Heizer» und dem Steuermann unter. — Wir zogen uns schnell warm an und kletterten auf Deck rum. Wir legten gerade in Arossen an. Jetzt wird jeder denken, daß wir Galvary. trafen; das taten wir aber -nicht, sondern träfen «inen Wandervogel, den ich kannte, und der wiederum stayd mit Galvary auf Du und Du. Wir konnten uns kaum di« Hände schütteln,, als der Dampfer auch schon weiterdampste. Aroffen sieht, vom Wasser her gesehen, sehr schön aus; es lag noch dazu in Sonnenschein gebadet — Nun krauchten wir im Schiff herum. Zuerst ging ..«» natürlich in den Maschinenraum, wo wir alles bestaunten und .uns erklären ließen. Dann mußten wir in den Schiffsraum innen weiter hinein und kamen zu den: Hetzern.-- Zwei riesige