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Blau-Weiss-Blätter · 1917-05-01 · 1 (5.1917) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
5 (1917-1918)
Issue
1 (5.1917)
Date
1917-05-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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ward Isebel, die phöitizische Rönigstvchter, vom Fenster ihres Palastes gestürzt, auf dem Weinberg Naboths ward Ioram, der Sohn Ahabs, getötet und fein Freund, Ahasjah von Juda, konnte nur noch, zu Tode verwundet, über die Ebene hin bis Negiddo sich flüchten. Das Haus Gmri war vernichtet, aber nur noch hundertundzwanzig Jahre hielt sich das Reich Israel, dann ward es, wie Serien, die Beute Assyriens. Im Bunde mit diesem blieb Juda erhalten, und noch Rönig Iofia bewahrte Assyrien die Treue. Als der Pharao Necho von Aegypten am Aarmel landete, um mit Assyrien und dem aufstrebenden Babylon um die Weltmacht zu kämpfen, da trat er ihm entgegen, wieder in der Ebene Iesreel. In der Schlacht bei Akegiddo fand er den Tod. Noch einnial lassen wir den Blick über den Schauplatz dieser Rümpfe schweifen: vom Thabor zum Gilboa, von Iesreel bis Aiegidd», dann wenden wir uns, quer auf Werchawjah zu, mitten durch, Steinqeröll, zwischen denen seltsam schöne lichtblaue Disteln sprießen, hinunter zum Abstieg, plötzlich treffen wir auf die schwarzen Zelte eines Beduinenlagers. So also hat. einst Theber, der Aenite, hier einsam gezeltet, dessen Weib den Siffera tötete, so lagerten hier die Horden der Mdianiter, und noch heute gilt es für die jungen jüdische» Äolonisten, ihren Besitz, oft mit Waffengewalt, gegen diese räuberischen Scharen zu verteidigen, die ein Anrecht zu haben glanben, ihr« Herde» alljährlich hierher zu treiben. Und noch lange bleiben wir des Abends in Mekchawjah zusammen, das Herz erfüllt von den Sorgen und Hoffnungen der jüdischen Siedelung. Troffen LNoses Lalvary Aus einem Brief« de» Gbadja von Bartenurs vom Jahre U88 •) von Beth-Lehem nach Jerusalem find ungefähr drei Meilen; der ganzeweg dorthin ist voll von wein und Obstgarten. Die Weingarten find hier wie die in der Romagna. Die Weinstöcke find nämlich niedrig aber dick. Dreiviertel Meilen ungefähr von Jerusalem, an einem Orte wo man auf Stufen bergab geht, .erblicken wir die berühmte Stadt unserer Wonne; da machten wir Riffe an unseren Kleidern, wie es vorgeschrieben, ist. Etwas weiter von da wurde uns das heilig» tum, das zerstörte Hans unserer Pracht, sichtbar, und da machten wir abermals Riffe in unsere Gewänder über den Anblick des zerstörten Tempels. Wir kamen *) Der Brief ist von Adolf Neubauer herausgegeben und aus dem Hebrä» ischen übersetzt. (Jahrbuch für die Geschichte der Juden, *863).

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