Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 5 (1917-1918)
- Issue
- 1 (5.1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
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Wir aber streben ans Meer, nach Haifa. Das neue jüdische Haifa ist erst in den Anfängen. Doch das Technikum wird die jüdische Siedlung dort rasch emporbringen. Wir steigen den Karmel hinan, den «in von Deutschen gepflanztes Wäldchen krönt. Ein haifaer Arzt getraut sich, uns über die Meeresseite des Karmel wild zu führen, was wir erst aufgeben wollen, als es kein Zurück mehr gibt. Als die Nacht hereinbricht, bleibt uns zum Glück ein (Orientierungspunkt in dem haifaer Leuchtturm, auf den wir durch das hartnäckige Dickicht kleinlaut zusteuern. Im (Ohre aber klingt mir das Wort der Propheten, daß die spracht des Karmel" sich in Dorn und Dickicht verwandeln werde, noch lange nachdem wir den keuchtturm erreicht haben. Samaria und Sichern sind mit der Küstenebene Saron durch «ine Straße verbunden, die am Gebirgsrande sich teilt, um die beiden Küstenstädte Haifa und Jaffa zu erreichen. Di« Ebene von Saron trägt südlich von Haifa eine landwirtschaftliche Versuchsstation, die Kolonie Atlit und die schönste palästinensische Kolonie Sichron Jakob am Meere, mit herrlichen Baumkulturen im Dorfe und am Meeresstrande. Einige große Farmen der Saronebene verbinden den jüdischen Boden mit Ehederah, das durch den neuen Lukalyptuswald hervorragt. Schließlich bildet pethach - Tikwah, nur wenige Stunden von Jaffa entfernt, den Abschluß unserer Dörfer in Samaria. Es ist das reichste Dorf Palästinas, ein großer Marktflecken, der schon an die Nähe der Hafenstadt Jaffa gemahnt. Neuerdings werden auch im Zentrum von Samaria Siedlungen geschaffen, die aber vorläufig noch vereinzelt ■ sind. Samaria ist der schönste und fruchtbarste Teil des Landes, sein Inneres erschließt sich unserer Landarbeit nun auch allmählich. Seine Fruchttäler, schon in alter Zeit hochgepriesen, bieten dem Wanderer unendliche Freuden. von Jaffa gehts quer durch Judäa, auf mannigfaltigen Pfaden. Die Reichsstraße nach Jerusalem folgt bis Ramleh der Bahn, dann biegt sie südöstlich an den Rand des Gebirges Juda ein, um bei der Pforte des Tales anznsteigen. Bergkuppe über Kuppe überwindet sie, bis schließlich auf ihrem höchsten Bergrand aller Boden unter Deinen Füßen geschwunden ist. Du stehst allein, nur die Himmelsdecks über dir, und die nächsten Spannen der Straße um dir. Dann geht sie nach dem in (Olivengärten eingebetteten Moza hinab, in gleicher höh« nach Jerusalem führend. Wenn du aber noch vor Ramleh, in Lydda, Bahn oder Straß«