Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 6 (4.1917)
- Date
- 1917-04-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte Berlin. Im Februar wurde wieder besser gewandert als im vorhergehenden Monat. Der Besuch der Heimabende ist gut. Zn Purim hatten wir eine Treffahrt mit Rodeln und Schneeballschlacht. Die Führerschaft beschloß, unseren Schülerführern und Hilfsführern in allen externen Dingen das Stimmrecht zu geben. Das verlangte statistische Material fehlt Grete Eckstein Vre»lan. Nähere statistische Angaben fehlen mir. Ungefähre sind: Jeden Sonntag fünf Fahrten, jede Woche sieben Heimnachmittage resp. -Abende. Fortsetzung des Lauten- und des hebräischen Kurses. — Ausnahmefälle: Einweihung des Landheims, ein Unterhaltungsrasten, ein Lieder- und ein Märchennachmittag -an OkLmisekassLr d'sedvat. — persönliches: Joseph Marcus und Käthe Lphrqim hatten am S.März Hochzeit. Die Führer Max Preuß und Ernst Doctor sind als Feldunterärzte ins Feld gerückt. Franz Meyer zum Hilfsführer, Dora Hirsch berg und Käte Freund zu Hilfsführerinnen ernannt. Elfe Kober LSln. Infolge der ungewöhnlichen Kälte ließ in der verflossenen Berichtszeit die Teilnahme an den Wanderungen zu wünschen übrig, dagegen waren die Heimabende stark besucht. Führer Arth. Lahn halt auf letzteren einen Geschichtskurfus ab. Führer Todtmann, Berlin, weilt ans militärischen Gründen hier und nahm mehrfach an unseren Veranstaltungen teil. Unser Führer Fr. Bodenheimer, der hier einige Wochen im Lazarett lag, rückt tu den nächsten Tagen wieder aus. Die Einberufung unseres Oberführers Gidion ist für uns ein harter Schlag: denn um „Bobbie" gruppierte sich der Kölner Blan-Weiß. Hilfsführer Arth. Silberpein erwartet seinen Gestellungsbefehl; unser Zug, der größtenteils aus Jahrgang 99 besteht, wird wohl auch bald auseinander gerissen werden. Traurige Aussichten! Für uns heißt es nur noch durchhalten. Die Oberführung hat jetzt Max Schlesinger übernommen. Max Schlesinger Hamburg. Zu Neujahr zweitägige Fahrt der Jnngens nach Lüneburg; außerdem im Januar im Februar 3. Fahrten, ebenso bei den Mädels. Wöchent. lich ein Heimabend, bei den Jungens in letzter Zeit wieder für ältere und jüngere gemeinsam, bei den Mädels getrennt. Alle drei Wochen extra eine Führerschafts- Zusammenkunft. — Else Hirschfeld ist wieder jin Hamburg. — Unser Führer Leo Zoel hat die 9. Jugend.Kompagnie Jüdischer Turnverein Bar-Kochba begründet. Schwabacher Mannheim. Im Januar und Februar wanderten wir mit 5 Jungensstnd ‘ Mädchenzuge, es fanden zusammen statt: 32 Fahrten, 20 Heimabende (2 Jüngenszüge meist gemeinsam), jede Woche Führersitzung, die auch teilweise als Führerkurs gehalten wurde, hebräischer Kurs, Turnabend und 6 Vorturnerstunden. Auf unsere Anregung entwickeln sich neue Bünde in Worms und Karlsruhe. wir versenden jetzt monatliche Rundschreiben an die Führer im Felde, ^um zum 4. Mal im Februar, und sind damit auf herzliche Zustimmung gestoßen. Die Fragebogen der böhmischen Bünde haben wir auf der Führersitzung besprochen und halten diese Anregung für sehr wertvoll/ Hans Feihflmann wurde eingezogen, Skurnik liegt in Stolberg im Lazarett. Am 8. 3. abends fand unsere Purimfeier statt, eine der gelungensten Ver- *4 «4