Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 6 (4.1917)
- Date
- 1917-04-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 72% known words query
- IRI
…/2425321-3181705-3181712--0744-3182532- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Solbaten unb id?, bie wir bem Sdjaufpicl 5ufahcn, bogen uns oor fachen, nnb täj mug gefielen, für ben 2lugenblicf war td? oöllfommen cinperftanben mit bent Sprich* wort: Sdfabenfreubc ift bie rcinfte <$reube. Hjatte boa> gerabc biefer XHann porfjet fo fdjön bie £urd}en burdf fein ^erurohr fritiftert. tTnn mar et geseilt unb gab befdjeiben 3U, „Damit l]ättc fclbft ein IHannsfcrl 2lrbicht". Den swetten CEag fam fcer „lange Kafpar" aufs Jfelb, nm^ben Qafcr 3U fäen. Xüarcs am erßen dag fdjon fdjledjtes IDetter, fo goß es nun in Strömen. 2lber es burfte--leine §eit verloren werben, ba half alles nichts. Dem pferbc fjatten wir eine Decfe aufgelegt, aber Kafpar fonnte beim Säen ebenfowenig eine brauchen, wie id? beim Pflügen; fo troffen wir beibe um bie U)ettc. 2lbcr feinem von uns breien bj&t ber falte Utärsreaen gefdjabet, unb was bie l^auptfad^e war: Der Qäfer ift gut aufgegangen. Su guter £etjt jerbrad? id} noch bie (Egge. Kafpar fücftc fle 5war fein? funftpoll mit einem Stricf 3ufammcn unb pcrftchcrtc, fo hielte fte noch minbejtcns IDodjcn; aber fdjlicpdj waren wir beibe bod? rcdjt froBj, als wir ftc glüdlid} auf ben XDagen gelaben hatten. Der Stellmacher, bem idf meine Hat gcjtanb, ladete: „Ja, ja, ein fcarfßr <ßaul unb ein ftämmiges ITIabd^en ift 3W>iet ber Kraft für eine atte €gge,' unb bas iß gut; wir Stellmacher wollen auch leben/' Siebe „33lau*lDeißc\ 3 h* wollt bodj wohl nichts pon Kämpfen hören? f^icr im djebirge. wo idj jeftt bin,; madjt man nid}t unaufhörlich (Dffenfioe, unb wenn bet Sdmee fc^t ho«h liegt unb ber gefährlichere (Segn er geworben ift, gibt es picle ruhige (Tage. . Don <£rlcbniffen im jelbe foll idf ersähen: ich l^abe in ben langen XRouaten bisher nichts fo fehr erlebt als eben bas jelb unb ben XOaib, bie Berge, ben Jfrfifjling unb ben IDinter. Unb bas ift leidet 3U perftehen. früher war idf boaj immer nur <5a|t in ber Hatur; man fann aber ben Sdmee auf einer Sfitonr nicht fo fennen lernen, wie in einem gan3cu VOinttx in (Sebirge; Pom Hegen weig man von einer naffen IPanber fahrt h** weniger, als aus ber Hegezeit in (Sa^icn, unb einen jrüljling, bem man Sonntagsbefud?e macht, fann man nicht gern Ijaben fenc einen, beffen Kommen man im Seit ober vom Unterftanb ans erwartet hat fnb mit anfielt. i Die gelber hinter unb in ber jront werben pon uns bzboxxt. 2lber ba Ijab 14,wenig <8lücf gehabt, unb meine Slumenfamen waren aus ber €rbe noaj nia)t heraus, als wir abmarfagiert finb. €rft im Krieg finb wir im freien ^etmif(h geworben, unb wenn votier einer c;meint hat, er fönntc bieStabtunb ihr £cben nicht entbehren, fo weig er*s jeftt bejfer« »••• 3ä> fann nicht fagen ob es pielen Kameraben fo geht. Ittir erfajeini ein feben am £anb auf eigenem Hoben als crfelmtes §icl» Unb barin pieOek^t er* $tty mti Juben biefer Krieg für eine beffere geit. 3m jelbe \ €tnft $r e** J.v <?2