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Blau-Weiss-Blätter · 1917-04-01 · 6 (4.1917) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
4 (1916-1917)
Issue
6 (4.1917)
Date
1917-04-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Wasser Jahre lang nicht zu erneuern, wenn »um nur hin und wieder eine Kleiuigfeit hinzugießt, um den Einfluß der Verdunstung auszugleichen. Faulen und Riechen deS Wassers ist in der langen Zeit meiner Praxis nie eingetreten, solangekeine groben Verstöße gegen die Sorgfalt in der Pflege vorkamen. — Vorüber-- gehende Trübungen, die auch in Teichen uttb Flüssen besonders im Frühjahr auftreten (das Wasser „blüht"), lassen sich leicht dnrch das Einsetzen größerer Mengen, von Wasserschnecken, Wasserflöhen, BachflohkreLsen, Wasseraffeln, Kaulquappen und Kärpfiingen beseitigen, die sich alle von Algen nähren, auf deren Ueberhandnehmen derartige Trübungen meist zurückzuführen sind.. Nach Erreichung des Zieles ent-- fernt man soviel Wasserflöhc, als die Fische nicht sogleich verzehren können, da unter dieser kleinen KrebSart leicht ein Massensterben eintritt, und die Menge der' toten Tierchen das Aquarium verpesten würde. Die Pflanzen, mit bcueit wir unser Glas besetzen, brauchen wir ebensowenig zu kaufen, wie die Fische; die heimischen Gewässer bieten eine so große Auswahl, daß alle Ansprüche befriedigt werden können. Der AquarienlieLhaber nimmt auf die Fahrt ein dichtmaschiges Netz, einen sogenannnten Käscher mit, den wir uns ünfertigen, indem wir ein Gazesäckchen auf einen Drahtbngel spannen, das tut einem hölzernen Stiel befestigt wird. Außerdem braucht er ein Gefäß zum Auft- Flgur S Figur 4* bewahren der Beute. Wir wählen ein 2 l Einmacheglas, das wir mit einem Trag-- Lüge! ans Bindfaden oder umsponnenem Draht (Leitrurgsdraht) versehen. Ist der Rastplatz erreicht und Zeit genug zum Fischen vorhanden, so entkleiden Ulr uns und steigen ins Wasser. Natürlich sind wir möglichst vorsichtig; . wir wollen weder Fische noch Insekten verscheuchen, noch die Pflanzen am Ufer zei> stören, die den Bewohnern deS Sees Unterschlupf, Nahrung und willkommene Ab», laichstellen bieten. Wir begnügen uns also damit in das dichte, grüne Gewirr zu greifen und die Pflanzen zn bergen, die wir in der Hand halten. Da ist gleich eine zarte Staude, lichtgrün, beinahe durchsichtig, die fast den ganzen See erfüllt;, an dünnem Stengel stehen quirlich zu dreien die Blätter. Das ist die Wasserpest,, unsere gemeinste Wasserpflanze, die vor 70, So Jahren aus Canada nur in weiblichen Exemplaren etngeschleppt wurde und sich durch Megerr fortpflanzt. Schon gewahren wir ein anderes Pflänzchen, auch hier zarte Stengel, in gewissen Abständen, von hochgerichteten, nadelähnlichen Blättern in dichten Büscheln nmschloffenr Das Hornkraut. Wafferpest und Hornkraut sind denkbar geeignete Aquarienpflanzen;, sie sind zufrieden mit jedem Boden; jedes Stengelglied fast schlägt Wurzel; ihre: <58

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