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Blau-Weiss-Blätter · 1917-04-01 · 6 (4.1917) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
4 (1916-1917)
Issue
6 (4.1917)
Date
1917-04-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Venzel imb Sohn in Braunschweig) deren zahlreiche Bände im Preise von 0,40 M. —0,60 M. in allen zoologischen Handlungen zu haben sind. Die bekannteste und unzweckmäßigste Form des Aquariums ist die sogenanmc- „Goldfischglocke", ein bauchiges Glasgefäß, das sich' nach oben stark verjüngt, und dadurch nicht nur der Lust den ungehinderten Zutritt zu der Wasseroberfläche verwehrt, sondern auch dem Pfleger die Arbeit im Glase, das Einsetzen von Pflanzen-, die Entfernung von Algen und Unrat, erschwert.. An Stelle derartiger Behältet empfehle ich die bekannten „Kastenaquarien", die ans einem Gestell von Weißblech, Zinkblech oder Holz bestehen, in das vier nicht zu schwache Glasscheiben eingekitiet sind. Die Selbstanfertigung, die viele Freude machen würde, lohnt sich der hohen Kitt- und Farbenpreise wegen augenblicklich nicht. Gleich zweckentsprechend und viel billiger als die Kastenaquarien sind die sogenannten Akkumulatorengläser. Sie bestehen ganz aus Glas und haben nur dm einen Nachteil» daß sie, einmal gesprungen, nicht wieder repariert werden können. Die Preise solcher Gläser sind recht erschwinglich. Fiir 1,60 M. bis 3,— M. erhält man bereits ein Aquarium von 20 cm Lange, 16 cm Breite und 16 cm Höhe. Den Wasserinhalt des Glases in Eubik-Cm. berechnet man durch Multiplikation dieser drei Faktoren. Bevor wir das Aquarium einrichten, waschen, wir es gut aus — am besten mit verdümlter Salzsäure — bekleben die der Sonne Angewandte Seite mit grünem Seidenpapier, um allzu starkes „Veralgen" der Scheiben zu verhindern, und suchen eine sonnige Stelle am Fenster aus, da Licht und Wärme zum Gedeihen von Tieren und Pflanzen unbedingt notwendig ist. Am besten eignet sich ein Platz in der Frühsonne, also gegen Osten. Nun beginnen wir mit der Einrichtung. Das Aquarium soll Wasserpflanzen, enthalten, wir brauchen also einen geeigneten Nährboden. Etwas fette schwarze Erde, wie sie die Maulwürfe auf den Wiesen aufwerfen, mischt man mit Sand und Torfbrocken, feuchtet und knetet die Masse gut durch und schichtet sie etwa 4 cm hoch auf dem Boden des Aquariums auf. Nun entfernt man das Schmutzwaffer, das auf dem Boden steht, putzt die schmierigen Scheiben ab, und bedeckt das Ganze mit einer starken Lage gut durchwaschenen FlußsandeS. Dabei empfiehlt es sich, die Bodenschicht an einer Seite des Aquariums 6—7 cm, an der gegenüberliegenden vielleicht nur 3—4 cm hoch zu machen, damit sich an den tieferen Stellen der Schmus sammeln und so leichter entfernt werden kann. Figur 1. a ----.Lrcke. b =*Sand. c Wasser. Bevor wir das Aquarium mit Wasser füllen, setzen wir?die Pflanzen du* Wasserpflanzen dienen nicht der Zierde — wenn fauch "ein schön bepflanztes Aquarium herrlich aussieht — sie sind von unbedingterMotwendigkeitlfür das Gedeihen der Tiere, denen wir Behausung gewähren wollen. Bekanntlich atmen die Fischt wie alle Tiere, Sauerstoff ein, Kohlensäure aus,? während die Pflanzen umgekehrt Kohlensäure aufnehmen, Sauerstoff ausatmen. ES findet also eine-Wechselwirkung *5« mm

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