Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 5 (2.1917)
- Date
- 1917-02-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Lockwitz war »eine Anregung von MareuS, sein Hauptwert war,. daß-sich gesunde .jüdische Jugend in völlig bewußter Zwecklosigkeit froh und in schaumender Lust traf, das war zum ersten Male, seit es'eine jüdische Jugendbewegung gibt. WaS ist-da an meinem Artikel dagegen? Ich will, daß in unsere Jugend jede nur mögliche jüdische Note kommt, daß -wir um vielfaches nachholen, was Schule und Elternhaus oft unterlassen, daß wir ehrfürchtiges Verstehen für unsere Brüder im Osten und heiße Liebe zu freudiger Zukunft geben. Das alles weißt Du, lieber Glaser; wir haben oft völlig einig uuS hierüber ausgesprochen. Aber ,jetzt bist Du ansgezogen wie Bileam, in der Absicht, zu verdammen. Du sahst nicht die Schönheit, die jüdischen Stimmungswerte, die im Tagebuch vorhanden sind; Du dachtest nicht daran, daß es dieser Art die erste Gabe .überhaupt ist, die Blau-Weiße im Blau-Weiß-Geist unserer Jugend geberu Du hättest Wohlwollen zum mindesten empfinden müssen, wenn Du alles dies zu würdigen und zu erkennen in Deiner Stimmung nicht vermochtest. Ich schreibe dies, lieber Glaser, nicht etwa deswegen, weil mich speziell Deine Kritik getroffen hatte; nein, ich will bei aller Anerkennung Deiner vielen Verdienste nicht haben, daß frohe Schaffenslust an dem, die auch vieles geben können, durch Anrecht gehemmt werde, wir sind nicht so reich, daß unsere Besten abgestobeu werden müssen. Schaloml Dein Otto Simon. Berichte Berlin. In den Gruppen und in der Führerschaft hat sich nichts ge- . Ändert. — Lhanukkah feierten wir wie bisher auf den Rrahenbergen bei Kapuih. — Unser Wanderbruder und Lchülersührer Werner Wangenheim wurde uns durch den Tod entriffen. ' Grete Brauer ’ * 3r«*fatt. wie alljährlich zu Lhanukkah war auch diesmal eine Verteilung von kleinen Preisen an unsere besten Wanderer. Dies waren: Hetty Friedländer mit 23, EM Schenierex mit 29, Hermann Blumenthal und Walter Ephraim mit je 2« Wanderungen. Für diese war die Lbanukkahfeier also etwas ganz besonderes. Aber auch wir andern sahen und hörten genug. Ich will nur an die «Menorah* denken, die unsere Kleinsten darpellten, und an den «Gesang der Hampelmänner". Am nächsten Morgen fuhren dann die Jungen nach Groß-Iser, chin paar Tage darauf der {. Zug der Mädel ins Riesengebirge. Der '2. Fug - .^erbrachte Sylvester im Landheim mit ungeheurer Beteiligung. — Unfern Wanderbrüdern im Felde schickten wir zu Lhanukkah Pakete. Diesmal war es uns sehr Leicht gemacht; sie bekamen das «Tagebuch". Mit ihnen gemeinsam wollen auch foix unsere Freude daran aussprechen und Josef Marcus dafür danken, 'was': er ApS iM.it diesem Buche gegeben hat. Else Kober . - V ., ... .. ... > , - . - ' . .. Budapests (jüdischer pfadsinderbünd Kadimah). Zum erstenmakl Ltscheinit unser Bericht in den Vlau-tväß-SlLtterni wir hätten Luch soviÄ zu ' 4**