Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 4 (1916-1917)
- Issue
- 3 (10.1916)
- Date
- 1916-10-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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So können wir zusammen fassend feststellen, daß wir nicht nur die Arbeit des Friedens und dessen Erfolge festhalten, sondern daß wir vielmehr in manchen. Dingen neue Ziele und neue Tätigkeit ausüben. Dies ist allerdings nur dadurch möglich, daß jeder Führer angestrengt fast seine gesamte freie Zeit hergibt. D- ' - Dr. Gtto Simon Munch««, Im Vordergrund des Interesses stand im letzten Vierteljahre die Erwerbung eines kandheims. Dasselbe, ein Blockhaus mit 5 Zimmern und einem großen Dachgeschoß, liegt direkt am Waldrand bei Argelsried, 40 Minuten Bahnfahrt von München. Ringsum große Wälder, eine feine malerische Gegend nach allen Richtungen für Fahrten geeignet, wir brauchen nicht zu sagen, wie wir uns alle damit freuen, endlich ein Heim zu haben. Das zweite große Ereignis war die hemsbachfahrt. an der wir mit 2$ Wanderern und Wandrerinnen teilnahmen. In Seidelberg begann die Fahrt und endigte in Aschaffenburg, wir kamen von Hemsbach nach Worms, Wiesbaden, hier begann die unvergleichliche Rheinfahrt bis Loblenz. Dann ging's nach Ems. in den Taunus, über den Feldberg nach Frankfurt. Mit den Frankfurtern haben wir schöne Tage verlebt, eine gemeinsame Wanderung mit ihnen nach Hanau bildete den Schluß unserer Fahrt, von unserer Wanderung gäbe es viel zu berichten, sie war wundervoll und ereignisreich, besonders die Treffahrt in Hemsbach wird uns unvergeßlich bleiben. Den Lölnern und Mannheimern gebührt Dank dafür. wir hoffen und wünschen bald wieder mit Blau-Weißen vereinigt zu sein. Das gibt Freude und Lust zu weiterer ersprießlicher Arbeit, wir bitten alle diejenigen, die von der Tagung Aufnahmen gemacht haben, uns wenn möglich Abzüge einzusenden. Infolge der Ferien hat der Wanderbetrieb etwas gelitten, doch mit Schulbeginn wird die Beteiligung wieder einfetzen, auch hoffen wir im Wintersemester Führerzuzug zu bekommen, denn der Fübrermangel ist bei uns ein Uebel. Otto Ehrentreu wurde zum hilfsfübrer ernannt. Unser lieber Führer Fritz Benjamin ist den Heldentod gestorben, wir beklagen in ihm einen unserer Besten. Alle die ihn gekannt haben, wissen, welche Lücke sein Tod in die Reihen unserer Kampfer riß. wir werden seiner nie vergtHem - E lt Steinberg wir freuen uns, so viel Schönes vom Bundestage in Lockwitz gelesen und gehört zu haben und hoffen im Frieden am nächsten teilnehmen zu können. So mußten wir uns mit unserer großen Treffahrt trösten. Da ging es hoch her: die Kleinen führten eine Räuberksmodie auf, die Großen ein Josef- Drama, es war schön, lange noch dachten alle daran, und bald wollen wir wieder eine solche Treffahrt aller Züge unternehmen, wir machten viele mehrtägige Fahrten, fast alle mit Zeltlager im Walde. Besonders erwähnt sei eine zehntägige Fahrt des 2. Zuges in den Böhmerwald. Trotzdem wieder einige von uns eingerückt sind, geht es vorwärts, wir hoffen jetzt eine Anzahl neuer Wanderer und Wandrerinnen aufnehmen zu können. Die Heimabende sind wieder lebendiger geworden: es wird gesungen, Hand- und Pappardeiten werden angefertigt, Bücher eingebunden und gelesen. Mr haben einen Führerkurs eröffnet, an dem alle alteren Wanderer und Wandrerinnen teilnehmen können. Abeles, Salus. Bert! Zucker, Drucker. Bertl Black. Popper und Viktor Engländer find eingerückt, und alle sehr weit von uns, sie werden schon bald ins