Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- 5 (2.1916)
- Date
- 1916-02-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Karl p v c i s f e r Zugführer geworden. Ferdinand Black weilte mehrere Monate in Prag, Emanuel Schwarz ist invalid. Unser heim wird sehr rege besucht, die Heimabende werden recht gründlich Vorbereitet. Unlängst gab's eine Aufführung von „Dr. Faust" im Schattentheater. Ein Singkurs, in dem das freie „vom-Blatt-singen" und mehrstimmiger Gesang geübt werden sollen, wurde neu eingerichtet. Die Bibliothek zählt an **oo Bande. Schön ist unsere Blumenecke im heim, in der alle Blumenstöcke aus den Fenstern vereinigt sind; jetzt im Jänner blühen sie noch . . . Artur Engländer Cezrtttz-SehSnan. Den Dezember werden wir uns merken! Er hat uns eine ganze Reihe von Stunden gebracht, die zu dem Schönsten gehören, das wir Lm Wanderbund erlebten. Erst die wundervolle, unvergeßliche Lhanukahfahrt der Großen, hinauf durch Schnee und Eis auf die höhe bei: Erzgebirges, wo unsere Makkabäerfeuer ins Dunkel brannten; dann die allgeme'ne Lhanukahfeier für alle Züge mit einem Programm, von Groß und Klein bestritten (Deklamation gabs, Gesang in Solo und Ehor, ein Blau-Weiß-Lieder- und ein jüdisches Volksliederpotpourri für VLolinorchester, und zum Schluß als Ueberraschung noch Schattenspiele: historisches in bisher unbekannter Auffassung, — daß sich alles krumm lachte); dann zwei sehr gelungene Gesamtheimabende, die wir an Sonntagen, an welchen nicht gewandert wird, eingeführt haben, um den Zusammenhang recht zu erhalten — und nun zum Schluß noch mit lieben Gästen, 2 Wiener und 8 Prager Blau-Weißen, eine Reihe prächtiger Stunden auf gemeinsamer Wanderung und in unserem heim, das gerade in diesen Tagen erst so recht unser heim geworden ist. wir haben zwei weitere Räume eingerichtet, den einen besonders gemütlich für kleinere Gruppen, den anderen als Vorzimmer. Die Linrichtungsgegenstände sind uns von wohlwollender Seite zur Verfügung gestellt worden, die übrige Arbeit haben unsere Jungens ganz allein gemacht, vom Transport angefangen bis zur elektrischen Lichtleitung, dem Werke Franz Reichls. Leider hat aber auch jetzt wieder unsere Führerschaft eine Verminderung erfahren: Willy Freund, eine unserer treuesten Stützen seit Beginn unserer Arbeit, ist berufshalber nach Wien gegangen. *) Felix Seide mann MrtteilrrnA Mir sind eine ganze Reihe von Berichten über die Lhanukah-Feiern unserer Bünde zugegangen. Ich konnte nur die schönsten (Breslau und Teplitz-Schönau) veröffentlichen. Das nächste Heft erscheint zu kurim; Redaktionsschluß ist am 2. März. M. R. Lingerüekt sind außer den früher genannten M e ch l 0 w i tz (Wanderer- München), GLdi 0 n (Führer-Löln). Im ganzen stehen 5U9 Führer nnd Wanderer de» Blau-Weitz Lm Heer. *) Anm. Sigmund Lohn, z.Zt. Aussig, bittet richtigzustellen, daß das im vorigen Bericht erwähnte Jüdische (guartettspiel nicht von ihm, sondern von seiner Wanderschwester, der Führerin Rosel G r a f - Teplitz, herrührt. Ehre, wem Ehre gebührt! ~