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Blau-Weiss-Blätter · 1916-02-01 · 5 (2.1916) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
3 (1915-1916)
Issue
5 (2.1916)
Date
1916-02-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Worte Karl Glasers ließen auch in dieser Kriegszeit eine freudige, zuversichtliche Stimmung in uns wach werden. Seit einiger Zeit trachtet der Berliner Blau-Weiß danach, auch ein Stadl- Heim zu erwerben. Gr braucht ein solches Heim notwendig, umseine zahlreichen Heimabende, Kurse und Sitzungen dort Aattfinden zu lassen, um seine Bibliothek unterzubringen und um einen Mittelpunkt aller Geselligkeit zu haben. Bis jetzt ist dieses Heim für uns nur ein schöner Traum, für dessen Verwirklichung uns alles fehlt — besonders also das Geld, wir hoffen aber, daß wir nicht umsonst auf das Wohlwollen unserer zahlreichen Freunde bauen, und daß uns alle mit zn unserem Heim verhelfen werden. Es wurden zwei neue hebräische Kurse eingerichtet; es wird alsozurzeit in 6 Kursen zweimal wöchentlich hebräisch bei uns gelernt. wir hatten wieder die Freude, einige unserer Führer aus dem Felde bei uns zu sehen: Dr. S a ch § ist in Berlin, außerdem Karl Glaser, und auf kurze Feit Sommer und Korn. Auch aus anderen Bünden waren einige Gäste bei uns: aus Leipzig Karl Alter und Flora Krupenic. Max pirsch und unsere Wandrerin Maria Levy wurden zn Hilfsführern ernannt. Die Hilfsführerinnen und jungen Führerinnen nehmen an einem Geschichtskursus im Berliner Jüdischen Studentinnen-Verein teil. Unsere Führerin Ruth N e u f e l d ist aus der Führerschaft ausgeschieden, weil sie sich verlobt hat. Ls sei ihr nochmals herzlich für ihre Arbeit bei uns gedankt. Edith Herrschet Breslan. Mädchengruppe. Im verlaufe des Jahres *9*5 machten wir: 1 Lechstage., j Zweitage-Fahrt, 21 Ganztags-, 50 Halbtags-Fahrten mit einer durchschnittlichen Beteiligung von 8 verpflichteten und \ Probewandrerin, bei einer Gesamtzahl von 26 verpflichteten Wandrerinnen, 5 Führerinnen und 3 Hilfsführerinnen. Am häufigsten wunderten: Hetty Friedlander 30 mal, Edith Brandt *9 mal, Ruth Schachtel *7 mal. Die Heimnachmittage des Zuges waren wegen ungünstig gewählter Zeit ziemlich schlecht besucht; da die Zeit geändert wurde, wird sich hoffentlich die Zahl der Teilnehmerinnen vermehren. Beim Heimnachmittag des 2. Zuges herrscht reges Leben. \2 bis J5 Mädel sind fast regelmäßig zur Stelle, um den Märchen, Geschichten und Liedern zuzuhören und sich an einem Schreibe- oder Ratespiel zn beteiligen. — Seit einigen Wochen leitet Lucie Kober einen hebräischen Kursus der bei allen „Schülern" große Begeisterung und heißen Eifer erregt. — Dr. weißenberg (Mitglied der Bundesleitung) besuchte uns während eines militärischen Urlaubs in Breslau. Er machte sich und uns die Freude, uns zu einem höchstwohlgelungenen „Kakao" in unserm Heim einzuladen. Nochmals schönsten Dankt — Die Führerschaft hat beschlossen, an die S besten wandrerer und Wandrerinnen am nächsten Lhanukah Preise zu verteilen. Also: strebt danacht Unser Führer P r e u ß wurde zum Feldunterarzt befördert. L l s e K 0 b e r LSln. Jetzt ist auch unser letzter Führer, Robert Gidron, eingezogen. Darum wurden drei Hilfssührer ernannt, die sich bemühen, den Betrieb mit möglichst geringen Einschränkungen aufrechtzuerhalten, wir wandern jeden Sonntag, und Mittwochs ist Heimabend. Die Beteiligung ist ganz gut, jedenfalls werden wir diesen Kriegswinter besser überstehen, als den vorigen. Die Zahl unserer *22

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