Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- 4 (12.1915)
- Date
- 1915-12-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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Genüge zu leisten. Der Reichsbund der österreichischen Jugendorganisationen teilt, durch die Möglichkeit ihm korporativ beizutreten. diese Ansicht, und wir stehen durch die wiener Bundesleitung in Unterhandlungen, um ihm als Kartellmitglied beizutreten. Das äußere Bild unseres Bundes kennzeichnen also immer neue Sorgen und Schwierigkeiten, die wir mit allen Mitteln zu überwinden trachten, um denen, die draußen für uns kämpfen, einen frohen Empfang bereiten zu können. Unsere Bibliothek füllt bereits drei Schränke und zählt an 1200 Bände. Der Lautenkursus wird fortgeführt, ein Handfertigkeitskursus begonnen werden. Den Heimabenden wird jetzt wieder erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet werden. Das Schönste aber ist jetzt das heim, das frisch gemalt und mit neuen Möbeln und Teppichen versehen wurde. Eine Blumenkonkurrenz ergab eine große Fahl wunderschöner Blumenstöcke.. Nur ist der Kampf zwischen den Mädels und Jungen für und gegen Vorhänge an den Fenstern noch nicht entschieden. Artur Engländer Mannheim, wieder ist ein Kriegsmonat verstrichen, ein Monat voll Arbeit, aber auch voll Freude. Durften wir doch unsere lieben Führer Lugen Seelig und kurz darauf die beiden Kahns während ihres allzu kurzen Heimaturlaubes bei uns begrüßen. Zwei herrliche Sonntage haben wir mit diesen Lieben in unserem Landheim in Hemsbach verbracht, Tage, die wir nie vergessen werden. Der Führerschaft ist durch die Einberufung von Jsakowitz ein fast unersetzliches Mitglied genommen worden. Unsere Wandrerin Rosel h L 1b wurde zur Führerin ernannt, w e i n m a n n wird jedenfalls beruflich von hier versetzt, sodaß dann unsere Führerschaft noch aus 2 männlichen Führern und Mädels besteht. Trotzdem herrscht unter uns allen die feste Zuversicht durchzuhalten. Unseren Wanderbetrieb haben wir auf das Mindestmaß einer Tages- und einer Nachmiltagswanderung herabsetzen müssen; aber wir treffen uns allwöchentlich mindestens einmal bei einem Heimabend, sodaß der Zusammenhang zwischen Führern und Wanderern gewahrt bleibt. Die Themen unserer Heimabende sind sehr verschieden; so sprach z. B. Else B a ch über „Schale und Jugendkultur", Hedwig M o s e s (München > über den „Maler Israels", ich selbst einmal über die „jüdische Geschichte vom Tod Alexanders bis zu den Makkabäern", Cläre wohlgemuth über „die Ostjuden". Da zwischen schieben wir Hin und wieder Liederabende ein. Die Heimabende find stets gut besucht. Am Sonntag nach Jom Kippur hatten wir einen Werbenachmittag. Auch unsere Wanderungen waren herrlich; nur fehlten uns die Lieben, die da draußen für uns kämpfen, und die, die nie mehr zu uns kommen werden, wenn wir so durch das Herbstlaub des Odenwaldes wanderten oder durch die Rebenhänge der Haardt, haben wir oft an die gedacht, die als leuchtende Vorbilder in uns leben, die Liebe und das Leiden verkörpernd Hans Feibelmann. Teptttz-SchSnan. Im Oktober hat fich die Zahl unserer Führer wiederum um drei verringert: Siegmund Kohnund Oskar Fried find eingerückt und Fritz Hahn, dessen administrative Tüchtigkeit wir besonders schmerzlich vermissen werden, ist berufshalber nach Prag gegangen, wenngleich uns dieser Abgang dreier unserer tätigsten Mitarbeiter im gegenwärtigen Stadium unserer Entwicklung besonders fühlbar trifft, so haben wir doch die sichere Hoffnung auch über die.