Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- 4 (12.1915)
- Date
- 1915-12-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Küche, Boden, Stallung (l), dazu einen Garten und 2 Obpdäume. Leider wirb das Heim erst am 22. Februar frei, aber dann . . . I Da die Beteiligung auf unseren Fahrten, wenigstens bei den Jungen außerordentlich stark ist (durchschnittlich zs bis 20 Mann), haben wir 2 ältere Wanderer^ Alfred Meye r, Siegfried Schlesinger und Julius Kaufmann zu hilfsführern erkoren und werden dadurch in die Lage gesetzt, die Züge wieder zu leiten und den Betrieb geordnet fortzusetzen, auch wenn der Unterfertigte wieder zum. Heere einberufen wird. Jüngst waren wix 2 Tage in der Eifel. Am ersten Tag veranstälteten wir Kletterübungen im Klettergebiet der hiesigen Sektion des D. u. Me. Alpenvereins, wobei sich manche andere mehr, manche minder bewährten; tags darauf ging er zur Urfttalsperre, deren {2 Klm. langes und bis zu 50 Mtr tiefes Bassin nahezu rocken lag. Die Nacht dazwischen wird uns durch Fritz wangenheims heldengesänge und -tänze unvergeßlich bleiben. Auf den allwöchentlichen Heimabenden, die sich eines lebhaften Besucher erfreuen, nehmen wir z. Zt. die Geschichte der Emanzipation in Form von Vorträgen und Plaudereien an Hand des großen Graetz durch. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß Joseph Marcus (Breslau), der sich unweit Cölns in einem Erholungsheim befindet, uns ebenso wie Käthe Ephraim (Breslau) und Richard Meyer (Berlin) wiederholt durch Teilnahme an unseren Fahrten erfreuten. Robert Gidion Hamburg. Das wichtigste Ereignis der letzten Zeit war bei uns wohl die fünftägige herbpfahrt, die die Gruppe der Jungens in die holsteinische Schweiz unternahm und die von Alfred Rosenow geführt wurde. Als Gast wanderte einen Tag unser verehrter Freund Herr Moses Lalvary mit, der uns auch auf einem Heimabend in unseren „Räumen" besuchte. Die Fahrt verlief — wie immer in solchen Fällen — wunderschön, und die, die nicht .mittun konnten, freuen sich wenigstens an den hübschen Bildern, die Kurt Kauffmann von der Fahrt mitbrachte. — Die Heeresverwaltung wurde auf Rosenow wegen seiner guten Führung und seiner hervorragenden Geländekenntniffe aufmerksam und hat ihn zur Belohnung daraufhin bald eingezogen. Line Lonntagsfahrt, die wir mit Wertheim, der auf Urlaub bei uns weilte, unternahmen, gestaltete sich insofern ganz besonders genuß. reich, als wir halb unvermutet unseren Mädels begegneten, die sich nach Gebühr mit uns freuten, wir uns natürlich auch mit ihnen. Wertheim nahm in feier. licher weise neue Wanderer und Wandrerinnen in den Bund auf und verteilte- Nadeln. — Lhanukah wollen wir in derselben weise feiern wie voriges Mal, darüber sollt ihr im nächsten Heft erfahren. — Unsere Bildermappe nimmt an Umfang, 'ständig zu und ist, das dürfen wir mit ein ganz klein wenig Stolz sagen, „herrlich anzuschauen," wir find gern bereit, die Mappe den Wanderbünden, die sich dafür interessieren, zur Ansicht einzusenden, Anfragen bitte an Hans hirschfeldt, Rutsch, bahn 44. — Außer Wertheim besuchte uns Sally Traubermann, der hier im Lazarett lag und Tilli Rosolio aus Berlin; ferner Hubert Plaut aus der Eham-' pagne (ebenfalls auf Urlaub). Martin Goldschmidt ist wiederum ins Feld gerückt, Heinrich Necheles bestand das im vorigen Heft als bevorstehend rühmlichst erwähnte Abiturium «nd genießt die Folgen hiervon nunmehr in Berlin als' stud. jur. — 9*