Mannheim
Compact Memory

Blau-Weiss-Blätter · 1915-03-01 · 9 (3.1915) · page 23

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
2 (1914-1915)
Issue
9 (3.1915)
Date
1915-03-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2425321-3181687-3181697--0354-3182189
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

wird demnächst ins Heer eintreten. — Die Purimpakete, die wir den im Felde stehenden Breslauer Blau-Weißen schickten, haben fast alle ihr Ziel und ihren. Zweck erreicht. LlseKober LSln. Am März konnten wir auf das erste Jahr unserer Tätigkeit zurückblicken. Rückschauend können wir mit Genugtuung feststellen, daß unser Blau-Weiß von seiner Gründung bis zum Ausbruch des Krieges, der unsere Arbeit naturgemäß einschränken mußte, eine stetig fortschreitende gedeihliche Entwicklung nahm, wir wandern auch jetzt nach wie vor allsonntäglich und finden uns an jedem Mittwoch zu gemütlichen Heimabenden zusammen. — Von unseren Führern ist nun auch Tiefe nthal als Kriegsfreiwilliger in ein Feldartillerieregiment eingetreten. FritzKatzenstein Hamburg. Die Knabenabteilung hat für die Monate Januar und Februar sechs Neuaufnahmen zu verzeichnen. — Unsere Mädels haben eine größere Anzahl von Blau-Weißen Purim-Liebesgaben geschickt, die, nach den — meist gereimten — Antwortschreiben zu schließen, mit viel Freude ausgenommen sind. — Unser Führer Fritz w e r t'h e L m, der uns hier acht Tage auf Urlaub besuchte, steht wieder an der Front im Ästen. {(3 saac Schwa bacher Eeipzig. Jln Februar fanden 3 Tagesfahrten statt, durchweg unter reger Beteiligung, darunter ein Kriegsspiel, an dem sich sämtliche eingetragenen und & probewandercr beteiligten. Auch die Heimabende waren gut besucht. Zu unserer Verwunderung sehen wir, daß die Berliner sich freuen, wenn es Leute gibt, die sich durchschnittlich dreimal im Monat an den Fahrten beteiligen, wer bei uns nicht mindestens zweimal im Monat mitwandert, wird „zur Fliegerabterlung abkommandiert." A. w. Frank Frag. wir find weiterhin bemüht, einen ungestörten verlauf unserer- Arbeit zu gewährleisten. Durch die rührende Fürsorge unseres Black, der aus dem Felde einen großen Betrag für unser Heim sandte, sind wir der Sorge um die Zinsbeschaffung ledig geworden und können, da auch die Hilfsaktion für die jüdischen Flüchtlinge von der jüdischen Veffentlichkeit übernommen wurde, unsere ganzen Kräfte unserer inneren Arbeit widmen, wir wandern regelmäßig, hallen jede Woche für jeden Zug einen Heimabend ab, halten eine Führerfahrt ins Landheim, einige zweitägige Fahrten der Wanderer und Wandererinnen. Die Heimabende wurden als Geschichtskurse und Singabende ausgebaut, Puppentheater und Märchenvorlesungen sind geplant. Im Führerkurs besprachen wir Blühers „Wandervogel" und werden jetzt Gustav wynekens „Schule und Jugendkultnr" vornehmen. — Eine neue Führer- und Wandererordnung wurde fertiggestellt und dadurch eine empfindliche Lücke in unserer Organisation ausgefüllt. Der Ausschluß einer größeren Anzahl von Wanderern, die sich unseren Veranstaltungen dauernd entzogen, wirkte sehr wohltuend auf die Disziplin der Wanderer, wir werden auch in Zukunst in dieser scharfen Art Vorgehen. — Eine Statistik laut Vorschlag der Berliner Lejjung wurde begonnen, ebenso die Arbeit für das neue Liederbuch. wenn auch durch neuerliche Einrückung dreier Führer (bis jetzt sind also & im Felde) unsere Arbeit gewaltig erschwert wurde, hoffen wir doch durchzuhalten. Lin enger Zusammenschluß aller Bünde ist wohl das einzige, das uns über diese schwere Zeit hinweghelfen wird; dies kann aber nur durch regen Gedankenaustausch aller verbände geschehen. In dieser Art sollte der Protokollaustausch, wie

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.