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Blau-Weiss-Blätter · 1914-01-01 · 9 (1.1914) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1913-1914)
Issue
9 (1.1914)
Date
1914-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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8 Blau-Weiß-Blätter ■en See umwandert hatten. Es folgte ein regelrechter Nachtraarsch bei Mondschein und eisigem Winde. Höchst romantisch! So gelangten wir, dieshal auf dem richtigen. Wege, über Tschechnilz schnell nach Tschansch zurück, ton-wo wir die gleislose elektrische Bahn nach Breslau benutzten. Im ganzen feine schöne Fahrt War ja allerdings die Beteilung erschreckend klein, so entschädigte uns dafür die Gunst des Wetters wie die Naturschönheiten, die sich ins darboten, reichlich. Paul Schuftem, Breslau. Mitteilungen Von der Führerschaft. Zu Führern wurden ernannt .-Oberlehrer Calvary- "rossen a. O. in Breslau, Dr. Walter Fischer, stud. med. Nathan, stud. med. dent. Leb Rosenblüth, stud jur. Walter Preuß in Berlin, Herr exp Jakob Korn in Wien. Von den Jugendgruppen des Blau-Weiß-Breslau. Die hervorragendsten Fahrten der letzten Wochen waren die zweitägige Wanderung der Mädel ins Eulengebirge, zu der sich die für unsere Verhältnisse äußerst geringe Zahl von 8 Teilnehmerinnen einfand, und die Petzerfahrt der Jungen. Sie waren 13 Tage unterwegs. Es beteiligten sich 21 an der Fahrt, die zusammen 210 Tage in Petzer waren, jeder also im Durchschnitt 10 Tage Es waren mit 1 Führer,!3 Blauweiße, 2 Mitglieder des W.-V. 07 Breslau, 4 Berliner (Studenten), I Führerin vom W.-B.-Berlin. Höhepunkte der Fahrt waren: der Anmarsch über die Grenzbauden im Sonnenschein, die beiden Tage in Trautenau, wo wir- Gäste des zionistischen Volksvereins waren, der Neujahrstag, die Wanderung durch den Riesengrund und die Chanukaieier auf der höchsten waldfreien Höhe von Petzer (mit 8 Holzfeuern). Es gab Eindrücke, die allen unvergeßlich bleiben werden. Daneben seien unsre schönen Abende nicht verschwiegen. Etti (so heißt M. C. Calvary im W.-B.-Breslau) und Annie Lesser haben Hobelbänke von Geist und Kunst geschmiedet, die Köche taten mehr als das ihrige, von den Berlinern wurden neue Lieder ergattert, mit „Po bearez" wurde geprotzt — kurz man war immer in glückhafter Stimmung. Es sei festgestellt, daß keinem einzigen etwas beim Rodeln oder Skiläufen was mit Eifer und immer getrieben wurde — zugestoßen ist. Die Ausrüstung und Disziplin hat sich bei Kammsturm und Anstrengungen glänzend bewährt. Herr Professor Kraus aus Trautenau sei für seine Liebe und aufopfernde Mühe herzlich bedankt Dem zionistiscren Volksverein in Trautenau danken wir für seine uns geradezu beschämende fürstliche und liebe Aufnahme. Dank aüch Steinitzens. Grünthal, Esther Marx und den Breslauer Führerinnen, sowie Bäginski und Schlesinger, die uns besucht haben. Aber es lohnte sich schon, uns zu besuchen ja? Ich darfs wohl sauen, ohne unbescheiden genannt zu werden, wenn ich auch oder gerade weil ich der glückliche und zufriedene Führer dieser Fahrt war. Joseph Marcus Ein Jüdischer Wanderbund „Blau-Weiß" in Jerusalem Der Wiener Führer Heinrich Glanz berichtet aus Jerusalem, daß der von ihm dort begründete JW.B. „Blau-Weiß44 bereits 5 Züge zu 12 Mann umfaßt und in stetem Wachstum begriffen ist.. in den Chanukatagen wurde eine 4 -1 ä g i g e Wänderfahrt zu den Gräbern der Makkabäer in M od in unternommen, die die Jerusalemer Blau-Weißen auch in die großen jüdischen Landwirtschaftskolonien Rechoboth und Rischon-le-Zion führte. - Wir grüßen die neuen Wanderbrüder im jüdischen Land mit herzlichem Hedadl Redaktionelles. In der Briefmappe der Redaktion liegen so viele Fahrtenberichte, daß man ein dickes Buch mit ihnen füllen könnte. Auch wenn ich nur einige von ihnen drucken lasse, bin ich für längere Zeit reichlich versorgt Sendet also erst wieder Berichte über die Aprilfahrten ein. Für Beiträge allgemeinen Inhalts bin ich aber immer dankbar. Grundsätzlich abgelehnt werden längere Berichte über Sitzungen, Vereinsfestlichkeiten usw. die nur lokales Interesse haben, und in denen man vom Wandern und vom Wandergeiste wenig verspürt. Mülheim. Bei uns gab es ein herrliches Chanukafest, an dem fast die

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