Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- 8 (12.1914)
- Date
- 1914-12-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Blau-Weiß-Blätter 25 Von jetzt ab werden durch die Führer der einzelnen Züge nach Bedarf Zugkassen gebildet. An unsere Photographen. Ich möchte euch bitten, auf Fahrten möglichst eure Photos mitzubringen. Bei der Einrichtung des Heims vermissen wir Bilder von unsern Fahrten jetzt sehr. Georg To dt mann, Berlin» Aus der Führerschaft. Zu Führern wurden ernannt: stud. ing. Fritz Blumenreich, in Berlin; cand. med. John Töplitz^ stud. jur. Leo Cohn, in München; jur. Willy Preß er, med. Gesa Fisch, jur. Adolf Kerpen, med. Otto Schick, jur. Alfred F1 e i s c h n e r, jur. Julius G e r s t1, in Wien; zu Führerinnen: Selma Leitner, in Wien; Henny Feuchtwang er, Kate Frey er, in München; cand. phil. Meta Wachsner, in Breslau. München. Anmeldungen neuer Wanderer in der Sprechstunde, Mittwochs von 3—4^2 Uhr, Bräuhausstraße. Mülhausen. Der Jüdische Wanderbund „Blau - Weiß" veranstaltet am 28. d. M. eine Chanukafeier. Durch dieses Fest, das erste, das uns in der breiteren jüdischen Oeffentlichkeit bekannt machen soll, hoffen wir, für unsere Wanderbundidee eine gute Propaganda machen zu können. Wanderverein 1907 in Breslau. Der „Blau-Weiß" in Breslau hat am 7. Dezember 1913 mit großer Propaganda zu einem Elternabend geladen. Es war genau wie in Berlin. Es kamen einige Eltern unserer Wanderer, mit denen wir uns herzlich freuten, aber neue Gesichter waren nur wenig zu sehen. Oberführer Marcus sprach über das Berliner Thema, nur ausführlicher und weiter. Den Wandervogel hält er an sich für nichtantisemitisch. Es gibt nur heute sovieie antisemitische Führer im Wandervogel, daß schon deshalb Eltern ihre Kinder nicht dorthin schicken dürften. Aber auch die nichtantisemitischen Wandervogelführer wüßten nicht, was sie mit den jüdischen Kindern, die eine von der ihren so himmelweit verschiedene hausliche Erziehung mitbrächten, anfangen sollten Darum hätten die schlesischen Wandervögel, die zum größten Teil Nichtantisemiten seien, dennoch den im Wandervogel aufgetauchten Antisemitismus nicht bekämpft. Sie hätten nur eine Erklärung gegen den unanständigen Ton der Antisemiten abgegeben, nicht aber gegen die sachliche Stellung dieser Wandervögel protestiert. Aus all diesen und vielen andern Gründen schloß der Oberführer die Notwendigkeit des jüdischen Wanderns, bei dem die Jugend von allen Hemmnissen befreit stolz, stark, harmlos, froh und gesund werden könnte. Auf jeder Wanderung kommen jetzt neue Wanderer und Wandrerinnen mit, ein Zeichen, daß die Elternversammlung und die vom Provinzialschulkollegium erteilte Erlaubnis für die jüdischen Schüler, bei uns mitmachen zu dürfen, Erfolg hat Wir spüren auch, daß dieser Erfolg uns frische Kräfte gibt, die wir zum weiteren Aufschwünge ausnutzen wollen. Das Indische Wanderliederbuch, das vom Berliner Wanderband herausgegeben ist, erscüeint in 14 Tagen. Es enthält etwa 90 allgemeine Wanderlieder, 22 jüdische Volkslieder und 5 hebräische Lieder. Der Verkauf erfolgt ausschließlich durch den Jüdischen Verlag. Berlin W15, Sächsische Str. 8. Das Liederbuch kostet im Einzelverkauf 0 80 I, bei Abnahme von 20 Exemplaren 0,70 pro Stück. Bestellungen können schon jetzt an den Jüdischen Verlag gerichtet werden. Im Wanderwettbewerb des Berliner Wanderbundes wurde Manfred Behrendt (1. Zug), der in der Zeit vom 17. August bis 7. Dezember die meisten Wanderungen mitgemacht hat, Sieger. Der Siegerpreis in Form einer Guitarre ist ihm übergeben worden. Werbearbeit. Eine wichtige Pflicht jedes Wanderers und jeder Wandrerin ist es, für den Wanderbund zu werben. Ihr müßt selbst eure Ehre