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Blau-Weiss-Blätter · 1913-08-01 · 5 (8.1913) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1913-1914)
Issue
5 (8.1913)
Date
1913-08-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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10 Blau-Weiß-Blätter Bäuerin schloß uns „den Salon", nämlich die Scheune, auf. Nachdem wir sehr vergnügt abgekocht hatten, kletterten wir ins Heu, legten uns dort hin, wälzten uns rum und amüsierten uns glänzend. Ehe wir aufbrachen, brachten wir unserer freundlichen Wirtin ein Ständchen. Sie hielt dies für etwas ganz Ernsthaftes und verbiß sich bei den ulkigen Stellen mancher Lieder das Lachen gewaltsam Von dort aus wanderten wir weiter nach Bernau. Es ist eine alte Stadt, von der noch ein Teil der Stadtmauer erhalten ist. Erst wie wir in der Bahn saßen, geruhte der Himmel, zu unserm Aerger ein „blau-weißes* Gewand anzulegen. Hedad-Schalom I Renee Brand» Berlin. Mitteilungen kVon der Fuhrerschaft. Es wurden ernannt: zu Führern: Arthur orn, stud. jur. Leo Cohn in Berlin —, Isidor Bermann, LUC. Heinrich Glanz, med. Jakob Presser in Wien; zu Führerinnen: Grete Brauer in Berlin, Selma Klein in Wien. Beschlüsse der Berliner Führerschaft. In der letzten Sitzung der Führerschaft wurde beschlossen, den Wanderbund nach dem Vorbilde des Wiener Bruderbundes in Züge einzuteilen. Die Neueinteilung soll Ende Oktober erfolgen. Nur die im September und Oktober teilnehmenden Wanderer und Wandrerinnen werden in die Züge eingeteilt werden, während alle übrigen von der Liste gestrichen werden. Zur Vorbereitung der Einteilung werden sämtliche Wanderer und Wandrerinnen neu registriert werden. Hierzu ist die Ausfüllung von Anmeldescheinen erforderlich, die von jetzt ab bei jeder Wanderung von den Führern ausgegeben werden. — Es wurde ferner beschlossen, neue Wanderer erst naeh Ablegung von drei Probewanderungen in den Bund aufzunehmen. — Wegen disziplinwidrigen Verhaltens auf einer Wanderung wurde ein Wanderer auf die Dauer von sechs Wochen, ein anderer auf die Dauer von vier Wochen von den Wanderungen ausgeschlossen, — Die große Wanderfahrt ist also glücklich abgeschlossen; alles befindet sich in guter Gesundheit wieder in Berlin und ist in der Lage, sämtlichen Wanderern und Wandrerinnen ^auf Tage Jiisaus mit iiss mtes************ jirlehnissen aufzuwarten; auch der Unterfertigte ist kaum mehr fähig,seine Lust am Erzählen zu bändigen. Leider jedoch sieht er sich höherer Gewalt gegenüber: während er dies schreibt, befinden sich die Blau-Weiß-Blatt er schon im Druck und Herr Rosenblüth erklärt kategorisch: „Hier kommt nicht s mehr rein". Ich bitte also alle Neugierigen sich zu gedulden: das nächste Mal kommt um so mehr; vorausgesetzt, daß der Herr Redakteur nichts dagegen hat. Die Wandrerin, die den Hut des Führers Glaser besitzt, wird dringend gebeten, ihn zum nächsten Heimabend mitzubringen. Karl Glaser. Aufnahme neuer Wanderer in Wien. Die Aufnahme neuer Wanderer findet jeden Mittwoch von 6-7 Uhr im Vereinslokale, IX, Garnisongasse 22, statt» Ein österreichischer Wanderbund. In Oesterreich ist, da sich die jüdische Wanderbewegung aort mit großer Schnelligkeit ausbreitet, ein „Oesterreichischer Bund Blau-Weiß für jüdiscrns Jugendwandern** gegründet worden» der seine Anregungen und Direktiven von unserem Wiener Bruderbund erhält. Möge der neue Bund unseren Bestrebungen in Oesterreich zum Siege verhelfen! Hedad! Gruppenberichte der Breslauer Ju?endgruppe~ Am 14. 8. fand eine .innerhalb von 24 Stunden einberufene Zuverlässigkeitsmusterung statt. Die nicht erschienenen und nicht entschuldigten 8 Wanderer werden moniert Die Musterung ergab, daß wir für den Herbst fleißig werben müssen, da wir, besonders aus den mittleren Klassen viel zu wenig Jungen haben. Also, alle Mann ranl

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