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Blau-Weiss-Blätter · 1913-08-01 · 5 (8.1913) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1913-1914)
Issue
5 (8.1913)
Date
1913-08-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Blao-Weiß-Blätter 7 wirklich nichts mehr zu essen! — Wer Mut und Kraft in der Seele füh!£, der mache eine Wanderung durch das Falkengebirge! Schwer ist sie, denn.; man geht über einen ganzen Gebirgszug, bergauf, bergab und wieder hinauf« So oft, das selbst wir mutigen Mädel fast an unserm Stern verzweifelten und~ uns warnten: „Die Sterne, die begehrt man nicht!" Doch waren dies nur sei-, tene Augenblicke, denn die Schönheit des Gatzen ist zu groß, als daß man^ wagen könnte, über Anstrengung zu klagen. Es hatte zwar wieder zu regnen, begonnen, aber die Wolken konnten uns den Anblick des Schönsten doch nicht verwehren. Das ist das „Felsentheater". Vergleiche anzustellen, ist immer verfehlt. Geht hin und schauet! — Nun waren wir im Gasthaus am Stern angelangt und stärkten vns. Bis zur Bahn nach Braunau sollten wir noch eine Stunde Weg haben. Und wir hatten noch 11/2 Stunden Zeit! Wir stiegen also ohne zu große Eile den Berg herab und kamen nach Weckersdorf. Dort sagte man uns: „Bis Braunau? Nun, 1 Stunde". O Schreck, und wir hatten nur noch 40 Minuten! Ein ergiebiger Dauerlauf wurde zur Notwendigkeit — und Gott segne die österreichische Gemütlichkeit: Zu zweit rannten wir voraus, und auf unser Bitten wartete der Zug, bis wir alle verstaut waren. Nach einer langen, nicht sehr bequemen, aber hübschen Eisenbahnfahrt kamen wir endlich in Breslau an — nur traurig darüber, daß die schöne Wanderung schon zu Ende war! Else Kober. fianni Roth. Breslau. Die Fahrt von Rüdersdorf nach Zeuthen . (Sonntag, 13. Juli 1913.) Der Himmel glänzte im schönsten Blau, als wir in Rüdersdorf den Zug verließen. Die Wettergöttin war uns günstig gesinnt, wir halten ihr wahrscheinlich gefallen, daher wollte sie uns den Tag nicht verderben. — £s uLss jsöfife M&k -=sd ^«»vw, schien noch nicht so heiß, darum gingen wir ziemlich schnell, galt es doch um 4 Uhr in Ziegenhals am Crossinsee zu sein. In der Nähe der Kranichberge machten wir unsere Frühstücksrast, und hier hörten wir zum ersten A*ale in der Nähe von Berlin unverfälschtes Platt. Erwin Berger, der heute besonders lustig war, hatte mit mehreren andern versucht, die Schienen aufzuheben, als ein Arbeiter das sah, und uns auf Plattdeutsch beschimpfte. Nach halbstündiger Rast gingen wir wieder weiter. Die Zeit verstrich rasend schnell, da die Gegend sehr abwechselnd war. Einmal kamen wir an einer alten Burg vorbei. In einem kellerartigen Gewölbe hing eine Glocke. Zu dieser Glocke führt eine schmale Treppe, die aber fast von dem Gebüsch bedeckt ist. Dieses war ganz weiß und die Hinteimänner merkten es bald. Der Erste hob die Blätter hoch und ließ sie auf den Zweiten niederfallen und so fort Dann sahen wir eine echte Berliner Familie, die in den falschesten Tonaiten sang (gröhlte). Der Mann mit einem martialischen Barte, der bis zu den Augen reichte. In dem Badeloch der LÖcknitz begrüßten einige von uns den alten Fährmann, den sie von einem früheren Sommeraufenthalt kannten: kurz, ehe wir es uns versahen, war es i Uhr. Wir kochten jetzt unser Mittag und gingen dann im Eilschritt nach Ziegenhals. Dort fand eine Ruderregatta zwischen dem Klub BIvria\ dem »B&r-

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