Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- 1 (4.1913)
- Date
- 1913-04-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Blau-Weiß-Blätter 3 und unverwüstliche Aluminiumfeldflasche. Ein derber Wanderknüppel mit Eisenspitze sollte stets bei der Hand sein, als Stutze und als Waffe gegen aufdringliche Hunde. Alle diese Gegenstände sind in den schon jetzt recht zahlreichen Spezialgeschäften und in den Warenhäusern ziemlich 'billig zu haben. Sagt Euren Eltern, daß es unser Bestreben ist, auch in dieser Hinsicht den anderen Wandervereinen gleichwertig zu werden; bittet sie, daß sie Euch all' das schenken, was das Herz des Wanderers begehrt! Karl Glaser. iL Liebe Wanderinnen! Schon bald ein Jahr lang treffen wir uns jeden Sonntag, um zusammen zu wandern. Auf diesen zahlreichen Märschen hat sich unter Euch ein kameradschaftliches Zusammengehörigkeitsgefühl gebildet. Was meintet Ihr dazu, wenn wir diese Zusammengehörigkeit durch ein einfaches, praktisches Mittel, nämlich durch einheitliche zweckentsprechende Kleidung, allen sichtbar machten? Wie eine solche Kleidung beschaffen sein muß, das ergibt sich von selbst aus dem Zwecke, den unsere Wanderungen haben. Wir wandern, um frei und froh die schöne/ Natur kennen zu lernen, wir wollen an diesem Tage keine Schulsorgen haben und uns durch nichts belästigen lassen. Da könnt Ihr Euch eigentlich selbst ausrechnen, wie Ihr angezogen sein müßt. Vor allem dürft Ihr Schmucksachen und Handtäschchen nicht mitbringen, denn sie sind wie geschaffen dazu, sie auf Wanderungen zu verlieren. Ebenso steht es bei kaltem Wetter mit Muffen und Pelzkragen, sie sind auch nur zum Verlieren da und sehen entsetzlich aus. Ihr müßt Euch überhaupt merken, daß überall und immer nur das schön sein kann, was zweckentsprechend ist. Aus diesem Grunde sind die feinsten Halbschuhe mit den größten Schleifen auf Wanderungen entsetzlich. Ihr müßt hohe Stiefel aus festem Box-calf-Leder gearbeitet tragen; sie müssen zum Schnüren und mit breiter Kappe versehen sein, außerdem am besten Doppelsohlen und niedrige Absätze haben. Auf die Fußbekleidung müßt Ihr am meisten achten, denn von ihr hängt Eure Marschtüchtigkeit ab Die Strümpfe sind nach der Jahreszeit verschieden dick zu wählen, nur ist es dringend notwendig, daß Ihr Euch schon bei zweitägigen Wanderungen ein Paar Strümpfe zum Ersatz mitnehmt Aus dem oben erwähnten Grunde dürfen helle, leichte Kleider, und sind sie auch noch so schön, auf Wanderungen nicht angezogen werden. Wenn man stets daran denken soll daß das Kleid vor Rissen und Regentropfen geschont werden muß, dann kann man nicht mehr mit so freien Sinnen wandern, wie es geschehen soll. Eine Wanderin darf auch nicht ängstlich