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Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine · 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 121

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
Volume
1931-1932
Date
1931-01-01
Page
Seite 121 (sequence 121)
Language
German
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Büchereien Jüdische Lesehalle und Bibliothek, Keilstraße 4, Fernsprech-Nr. 10211. Geöffnet wochentags (außer Freitags) von 19 bis 22 Uhr, Sonnabends, Sonntags und Feiertags von 15-18 Uhr; Bücherausleihe Montags und Donnerstags von 19^—2154 Uhr. Bücherei der israelitischen Religionsgemeinde (im Entstehen) Löhrstraße 10. Wohltätigkeitsanstalten Landeskasse Sachsen für jüdische Wanderfürsorge. Die Landeskasse Sachsen für jüdische Wanderfürsorge ist vom Sächsischen israelitischen Gemeindeverband errichtet und hat ihren Sitz in Leipzig; Ortskassen bestehen in Dresden und Chemnitz. Zweck der Kasse ist die Fürsorge für jüdische Wanderer. Für die Verwaltung ist ein Ausschuß eingesetzt, in welchem sämtliche sächsischen israelitischen Religionsgemeinden vertreten! sind. Die Geschäftsleitung wird von den beiden Leip- ^ger Ausschußmitgliedern S. G o 111 i e b und Gustav Katzenstein besorgt. Israelitischer Wohltätigkeitsverein zu Leipzig. Leipzig CI, Nordstr. 15. Fernsprecher 18409. Vorsitzender: S. Gottlieb, Leipzig CI, Fregestr. 35. Weitere Mitglieder des Vorstandes: Der geschäftsführende Ausschuß ist der Vorstand im Sinne des Gesetzes und stellt außer dem Vorsitzenden: 1 stellvertr. Vorsitzenden: Frau Hedwig Mathias, 1 Schatzmeister: Eugen. Maas, 1 stellvertr. Schatzmeister: Martin Marcus, 1 Schriftführer: Emil Plaut, 1 stellvertr. Schriftführer: Carl Goldschmidt. Im Jahre 1900 würde der Israelitische Wohltätigkeitsverein zu Leipzig gegründet, der den Zweck hat, folgende Anstalten zu erhalten: a) die am 28. Jianuar 1896 begründete Israelitische Speiseanstalt, b) den am 8. November 1896 begründeten Israelitischen Kinderhort, c) die am 27. April 1896 begründete Israelitische Altersversorgungsanstalt, d) die am 2. Juni 1899 begründete Solbadkolonie in Bald Dürrenberg. Der Israelitischen Speiseanstalt sind ferner noch der vom Schwesternbund der Leipzig-Loge im Jahre 1921 ins Leben gerufene „Studenten- und Mittelstandstisch" und die im Jahre 1927 neu eingerichtete „Schulkinder- Speisung" angegliedert. Zweck und Ziel des Vereins: Der Verein dient dazu, den Armen für weniges Geüd ein kräftiges und gut zubereitetes Mittagessen in der Speiseanstalt zu verabreichen, schulpflichtige Kinder armer Eltern unter liebevoller, pädagogischer Aufsicht im Kinderhort aufzunehmen, mittellosen, alleinstehenden alten Leuten eanen sorglosen Lebensabend zu verschaffen, und endlich, schwächlichen und erholungsbedürftigen Kindern eine vierwöchentliche Solbadkur im Dürrenberger Alphons-Jacobson-Kinderheim zu gewähren. 121

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