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Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine · 1931-01-01 · 1931-1932 · p. Seite 73

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine
Volume
1931-1932
Date
1931-01-01
Page
Seite 73 (sequence 73)
Language
German
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nicht die Ausprägung haben gewinnen können, wenn ihm nicht ein Organ zur Verfügung gestanden hätte, das immer wieder die noch Fernstehenden in geeigneter Weise wecken, unterrichten und heranholen konnte. Nicht allein die Bestrebungen der Leipziger Jugend, sondern auch die allgemeinen Verbände, in'die sie eingeordnet ist, hatten hier eine Ausdruoksmöglichkeit, an der auch die ältere Generation manche' Anregung für die eigene Stellung zu den jüdischen Dingen gewinnen konnte. Hat sich das wöchentliche Erscheinen des Qemeindeblattes dadurch als. wirksam erwiesen, daß die Berichte über die einzelnen hier angedeuteten Gebiete den Ereignissen schnell folgen konnten, und daß sie selber in schneller und häufiger Folge an den Leser herankamen, so tritt die zwingende Notwendigkeit des wöchentlichen Erscheinens in nichts deutlicher hervor, als in der Abteilung „Vereinsnachrichten". Gerade hier wurde den Organisationen, in denen sich ein wesentliches Stück des Gemeindelebens abspielt, ein Mittel gegeben, den lebendigen Kontakt mit ihren Mitgliedern und den Gemeindemitgliedern aufrecht zu erhalten. Wir begrüßen es als einen doppelten Gewinn, der der Fülle der hier Woche für Woche erscheinenden-Nachrichten innewohnt, daß in der Gemeinde ständig ein anschauliches Bild von der Vielgestaltigkeit jüdischen Wollens gegeben wird, und daß die einzelnen Vereine ohne besondere Kosten ihre Ankündigungen an ihre Mitglieder bringen können. Nicht ohne Genugtuung dürfen wir feststellen, daß in allen Kreisen der Gemeinde, ohne jeglichen Unterschied, das Gemeindeblatt als das wirksamste Ankündigungsorgan für diese Nachrichten benutzt wird, und wir dürfen nicht ohne Befriedigung hierbei besonders feststellen, daß es uns gelungen ist, eine pünktliche Innehaltung desi Redaktions- Schlußtermins seitens der Vereine herbeizuführen, ein Beweis dafür welchen Wert man der Beachtung des Gemeindeblattes in den Kreisen der Gemeindemitglieder beimißt. Wir haben von vielen Seiten auch das Zugeständnis gehört, daß auf diese Weise eine Belebung des Vereinslebens erzielt worden ist. Wenn es irgendeines Beweises dafür bedurfte, daß das Wagnis, unser Gemeindeblatt wöchentlich erscheinen zu lassen, sachlich gerechtfertigt war: diese Erfahrung gibt ihn mit unwiderleglicher Deutlichkeit. Daß wir nebenher auch auf neuerschienene Bücher hinweisen, ergibt sich aus dem großen Gedanken des Ganzen: ohne daß wir uns im allgemeinen bei diesen Anzeigen auf kritische Wertung einlassen, sollen diese Anzeigen dazu dienen, Werke, die im jüdischen 73

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