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Zion · 1938-09-01 · 6 (9.1938) · p. Seite 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zion
Volume
10 (1938)
Issue
6 (9.1938)
Date
1938-09-01
Page
Seite 15 (sequence 17)
Language
German
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Ussischkin ist jetzt 75 Jahre alt, aber er ist mit seinem Willen, und Tatendrang noch immer der junge schöpferische Ussischkin von vor 50 Jahren; eine ewig junge Eiche, die vor keinem Sturm oder Wetter sich beugt. In seiner russischen Heimat geht eine Sage: „Als Rabbi Schneur Salman aus Lida — ein bekannter Wunder-Rabbi und Nachfolger des Beseht — in einer kritischen Zeit bei Ussischkins Ahnen Gastfreundschaft genossen hatte, hätte er seiner Familie den Segen gegeben, sie und ihre Nachkommen mögen ein hohes Alter erreichen". — Dieser Segen hat sich bis nun bewährt, und wir wünschen, er möge bei unserem Jubilar weitgehendst in Erfüllung gehen, denn es harren Ussischkin noch viele und große Aufgaben. JGewi £2ew£iM*'ßp8tem v*st Aus Jerusalem erreicht uns die trauige Nachricht, daß Lewi Lewin Epstein im Alter von fast 72 Jahren von uns gegangen ist. Uns erscheint es überflüssig, diesen bekannnten Misrachi-Führer erst einer misrachistischen Oeffentlichkeit vorzustellen. Welchem Misrachisten besonders, der älteren und mittleren Generation, war die patriarchalische Gestalt Lewi Lewin-Epsteins nicht wohlbekannt? Kongresse und Misrachi-Konferenzen wurden oft von dieser lichten, milden und gütigen Persönlichkeit beherrscht. Der Verstorbene war von reinster Liebe zu Thora, Volk und Land beseelt. Schon sehr früh fand er den Weg zu den ersten unserer Führer, Rabbi Samuel Mohilewer und Rabbi Jizchak Jaakow Reines. Obwohl er dem Verlagsunternehmen der Brüder Lewin-Epstein in Warschau treu blieb und viel Energie diesem von edelstem Bestreben geführten Verlage widmete, fand er doch noch Zeit, Kongresse und Konferenzen zu besuchen, beim Misrachi, Keren Hajessod, Keren Kajemet Lejisrael, in dem Vorstand der Warschauer Kehila u. a. führend mitzuwirken. Seit 1934 lebte er in Jerusalem; hier widmete er sich mit großem Eifer der Keren-Hajesod-Arbeit: Er unternahm es auch noch, die Tradition der Verlagsfirma — Brüder Lewin Epstein in der heiligen Stadt fortzusein, es war ihm jedoch nicht mehr gegönnt, dieses Werk weiterzuführen. Mit Lewi Lewin-Epstein ging ein Misrachi-Veteran von uns, dessen Verlust eine n-nsn nb rx» rrojr im wahrsten Sinne des Wortes bedeutet. Auf den Beth-Hachajim in Rechowoth, dessen Boden übrigens eine Stiftung der Familie Lewin-Epstein ist,fand er seine le£teRuhestätte, naxan B. Kestenbaum. 15

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