Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 10 (1938)
- Issue
- 5 (8.1938)
- Date
- 1938-08-01
- Page
- Seite 12 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Die jüdische Forschung ist an vielen Stellen hier bereichert worden. Aber in allererster Linie müssen wir für die Arbeiten dankbar sein, die Erez Israel, seine religiösen, seine zionistischen, seine historischen und geographischen Fragen betreffen, und die den Menschen, den Persönlichkeiten der Vergangenheit gelten, die Wegbahner und Wegweiser uns gewesen sind. Hier gilt es, Unerforschtes aufzudecken und Zerstreutes zu sammeln, so wie es hier geschehen ist, und es ist zu überlegen, ob diese historischen Teile nicht noch in bequemer Ausgabe einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden können. Rabbiner Dr. A. Posner, Jerusalem. Sinai, religiös-nationale Zeitschrift für Tora, Wissenschaft und Literatur unter der Redaktion von Raw J. L. Fischmann, Verlag Raw Kook-Institut beim Weltmerkas des Misrachi, Jerusalem. Mitten in den Zeiten schwerer Unruhen und wachsender Krisis im Heiligen Lande, hat der „Misrachi", vermittelst seiner beiden prominentesten Führer, es unternommen, zwei gewaltige Schöpfungen kultureller Natur ins Leben zu rufen: Die religiös-nationale Monatsschrift „Sinai", unter der Redaktion Rabbi J. L. Fischmanns und später die religiös-nationale Tageszeitung „Hazofe", unter der Redaktion Raw Meier Berlins. Wiederum zeigt der Misrachi, welche segensreiche dynamische Kraft in seiner Idee, Organisation und Bewegung liegt und was er hervorzubringen imstande ist. Heute soll über die ältere Gründung der seit nahezu anderthalb Jahren erscheinenden Monatsschrift „Sinai" gesprochen werden. Vor mir stehen die zwei starken Bände des ersten Jahrganges und neben ihnen liegen die weiteren vier Hefte des zweiten Jahrganges. Welche Fülle von wissenschaftlichem Material! Welche Unzahl von sprachlich und sachlich auf hohem Niveau stehenden Artikeln und Aufsähen urwüchsigen jüdischen Wissens! Welche Phalanx von Namen bewährter jüdischer Schriftsteller, Rabbiner und Forscher zieht vor unserem Auge vorbei. Rabbi Fischmann hat es verstanden, eine beträchtliche Zahl von Männern der Feder aus dem Lager des religiös-nationalen Judentums für seine hervorragende Zeitschrift zu aktivieren und immer weiter wird der Kreis der Mitarbeiter ausgedehnt, immer gediegener dieses Magazin für Tora, Wissenschaft und Literatur, wobei bemerkt werden muß, daß das le^tere Fach quantitativ am geringsten erscheint. Den Löwenanteil nimmt ein das talmudische Gebiet, in den verschiedensten Haupt- und Nebenthemata, die zur Behandlung gelangen. Es wäre müßig, hier Werturteile über die verschiedenen Aufsähe zu fällen. Ebenso zu den verschiedenen darin ausgesprochenen oder behandelten Thesen, Anschauungen und Ergebnissen Stellung zu nehmen, wiewohl es die meisten von ihnen verdienen. Der für