Zion
- Journal
- Zion
- Volume
- 9 (1937)
- Issue
- 5 (10.1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- Seite 15 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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der Misrachi-Arbeit wurden eingehend besprochen. Die Düsseldorfer Gruppe hat sich bei der Schekel-Aktion besonders ausgezeichnet. Rabbiner (Broch besuchte ferner den Gehringshof. In Palästina hat der Misrachi mit dem Keren Kajemet eine Vereinbarung getroffen, wonach die Spenden von Misrachisten in Erez Israel und die durch Misrachisten aufgebrachten Spenden, sowie Sammlungen in Synagogen für den Bodenerwerb für die Ansiedlung religiöser Juden verwendet verden. Ähnliche Vereinbarungen bestanden schon vorher in Polen, Rumänien und anderen Ländern. Moazah der T'nuath Thora wa Av/oda. Am Chol Hamoed Sukkoth fand in Leipzig eine Moazah der T'nuath Thora wa Awoda (Bachad, Zeire-Misrachi, Brit Hanoar) statt, an der über 50 Madrichim aus den Snifim und den Kibbuzim der Älteren-HachschaTa und der Mittleren-Hachschara teilnahmen. Seew Berlinger, Börnsdorf, gab in seinem Referat über Erziehungsfragen der Mittleren-Hachschara eine Art Typenlehre der Chawerim der Mittleren-Hachschara und besprach die Erziehungsmittel der Mittleren-Hachschara. Arjeh Händler berichtete über die religiöse Jugendali ja, die mehr als 250 Jugendliche zur Ali ja gebracht hat. Dr. Josef Burg gab einen Bericht von der Jugendalijakonferenz in Zürich. Arjeh Händler sprach über Weg und Ziel der T'nuath Thora wa Awoda und hob die Vorzüge der kibbuzischen Hachschara gegenüber der Einzelhachschara hervor und wies auf die Schwierigkeiten der Tarbutarbeit hin. Jakob Szobel berichtete über die Alija in der letzten Zeit. In der Debatte über die Haltung des Misrachi auf dem Kongreß legte Isi Eisner die Gedankengänge der Kongreßmehrheit dar, während Dr. Max Spangenthal die Gründe der Nein-Sager entwickelte. Dr. Josef Burg sprach über den Judenstaat als Erziehungsproblem und wies auf die neuen Aufgaben der Halacha hin, die sich daraus ergeben, daß bisher verschlossen gewesene Bezirke jüdischen Gemeinschaftslebens wieder praktische Bedeutung erlangen. In einer gemeinsam mit der ZOG-Leipzig veranstalteten öffentlichen Kundgebung sprachen Landgerichtsdireiktor Dr. Alterthum, Dr. Josef Burg und Dr Lehrfreund, bei einem Oneg Schabbath sprachen Rabb. Ochs, Leipzig, und Isi Eisner. "BuchbesjpvcchuwMffcn Dr. Oskar Wolfsberg: „Misrachi", eine ideologische Skizze, Zionistische Propagandastelle Prof. Dr. Salomon Godelmann, Prag. 5697. 25 Seiten 30 Pfg. Der Verfasser wählt, wie er im Vorwort ausführt, nicht den historischdeskriptiven Weg, sondern er gibt eine wesensgeschichtliche, ideengeschichtliche Skizzierung. Er macht sich und dem Leser die Aufgabe nicht leicht, sondern dringt in die Tiefe der Probleme und entwickelt mit großer Feinheit das Gedankenge'bäude einer misrachistischen Ideologie. Nur im Misrachi ist die gesamte Vergangenheit lebendig geblieben. Die Wertschätzung der Vergangenheit darf jedoch nicht zu einer Leugnung des geschichtlichen Prozesses fuhren. Sonderaufgab e des Misrachi ist es, der Zukunft den Platz neben der Vergangenheit anzuweisen, eine Verbindung zwischen Geschichtsablauf und messianischer Zeit herzustellen. Die Renaissance unseres Volkes gibt uns den Schlüssel zur Tat an die Hand. Der Misrachi dient der 15